Tabellenplatz 4 – eines der besten Ergebnisse der Vereinsgeschichte. Hinter den Regionalliga-­Basketballern der TSG Schwäbisch Hall Flyers liegt eine erfolgreiche Saison 2018/19. Trotzdem wird die Mannschaft in der neuen Runde nicht mehr von Sova Taletovic trainiert werden. „Wir wollen in unserer Abteilung den Fokus noch mehr auf die Jugendarbeit legen. Deswegen haben wir uns entschieden, auf der Trainerposition zu verändern“, erklärt Flyers-Vorsitzender Ottmar Moser. Gelingen soll dies mit dem neuen Headcoach, den alle schon kennen. Michael Heck, bislang der Routinier im Kader der Haller, übernimmt das Team von Taletovic. „Als die Anfrage kam, habe ich lange überlegen müssen“, gibt Heck zu. Sein Vorgänger und er kennen sich seit 20 Jahren, die vergangenen drei Jahre war Taletovic der Trainer von Heck. Zusammen mit dem Bosnier hat der 48-Jährige eine Fahrgemeinschaft gebildet. Beide wohnen in Crailsheim.

Michael Heck ist laut Moser die „beste Lösung“

Für Ottmar Moser sei Heck „die beste Lösung“, die die Flyers finden konnten. „Wir haben auch im Stuttgarter Raum Trainer gesucht, aber das wäre nicht so sinnvoll gewesen“, sagt Moser zum erhöhten Zeitaufwand eines Trainers von außerhalb. Moser musste sich aber zunächst in Geduld üben. Heck trainierte auch die U-18-­Mädchen des Regioteams Stuttgart, das aber die Quali für die Weibliche Nachwuchs-­Basket­ball-­Bundesliga (WNBL) verpasste. „Erst danach war er für uns als Trainer greifbar“, so Moser.

Nun soll Michael Heck verstärkt die Jüngeren aus dem eigenen Nachwuchs einbauen. In Sachen Jugendförderung ist er bereits im Verein tätig. Mit der weiblichen U 16 der Flyers schaffte er den Sprung in die Regionalliga, die höchste Spielklasse dieser Altersstufe. Zudem betreute er das Damen-Team in der Landesliga. Auch weiterhin möchte Heck bei diesen Mannschaften an der Seitenlinie stehen: Zusammen mit den Herren muss er sich dann um drei Teams kümmern. „Letzte Saison habe ich als Spieler der Herren ja auch alle Termine wahrnehmen müssen. Das waren am Ende insgesamt rund 60 Spiele.“ Diese Saison gebe es wohl ein paar Überschneidungen, aber irgendwie werde es schon gehen, meint der neue Headcoach.

Bei den jungen Spielern, die in der neuen Saison in die Bresche springen sollen, denkt Heck beispielsweise an Jonas Risinger, Benedikts Beck oder auch an Tim Seidl. „Sie werden ihre Chance bekommen und dann müssen sie aus dem Quark kommen“, sagt der neue Trainer.

Bislang haben die TSG-Basketballer zwei Abgänge zu verzeichnen. Center Jozef La Rosa hat das Team bereits in der Rückrunde der vergangenen Runde verlassen und ist in die Slowakei zurückgekehrt. Außerdem wird auch Semir Gudzevic das Flyers-Trikot nicht mehr tragen. Der 2,06 Meter große Gudzevic wird sich einer Mannschaft in der Stuttgarter Region, wo er wohnt, anschließen. „Wir werden sehen, wie wir diese beiden großen Spieler ersetzen. Sie waren natürlich in der Defense wichtig, zum Beispiel beim Rebound. Aber dann werden andere diese Positionen bekleiden“, sagt Heck. Als Neuzugang stößt Christopher Roll zu den Hallern. Er wohnt in Rot am See und spielte letzte Saison in der bayerischen Regionalliga 1 für Ansbach. „Er kann auf den Positionen 1, 2 und 3 spielen. Ich kenne ihn aus meiner Zeit in Crailsheim“, erzählt Heck.

Nur noch Trainer

Ansonsten bleibt der Kader der Vorsaison beisammen. Topscorer Dalibor Cevriz wird auf dem Feld stehen, ebenso Spielmacher Ivo Garic, Sergi Coll und Ivica Markovic. Michael Heck plant nicht, selbst noch mal auf dem Feld zu stehen. „Ich war schon in Schwenningen Spielertrainer in der Regionalliga, aber damals war ich Anfang 30. Das war ein bisschen einfacher.“ Wenn Not am Mann wäre, würde Heck aber vielleicht doch noch mal auflaufen.

Und welches Saisonziel haben sich die Haller vorgenommen? „Natürlich wollen wir vorne mitspielen. Aber wenn es für ganz vorne nicht reicht, dann nehmen wir das in Kauf“, sagt Ottmar Moser zu der Maxime, den Jüngeren mehr Spielzeit zu gewähren.

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Info


Die Regionalliga Baden-Württemberg beginnt am Samstag, 21. September. Die Flyers spielen daheim um 19.30 Uhr gegen die TSG Reutlingen.