Schwäbisch Hall Ferienprogramm am Heimbacher Hof

Benjamin Greiner mit selbstgebastelten Elefantenohren übt für die Abschlussvorführung am Freitagnachmittag.
Benjamin Greiner mit selbstgebastelten Elefantenohren übt für die Abschlussvorführung am Freitagnachmittag. © Foto: Nina Woelk
Schwäbisch Hall / Nina Woelk 16.08.2018
Vom Klettern über das Bogenschießen bis hin zum Basteln können sich die Kinder rund um den Heimbacher Hof austoben.

Kaum biegt man in die Einfahrt des Heimbacher Hofs ein, sieht man Kinder über das Feld rennen. 125 Teilnehmer sind bei der Freizeit mit dabei.

Gleich am Eingang versuchen sich einige Kinder am Bogenschießen. Betreuer Michael Theimel zeigt ihnen, wie sie den Bogen halten müssen und wie stark sie ihn spannen sollen. Dass am Anfang noch nicht alles glatt geht, ist klar. Meist fehlt die Kraft und die Balance, doch mit jedem Mal geht es besser. Um die drei bis fünf Meter stehen die Kinder vom Ziel entfernt, das aus zwei Heuballen und einer Zielscheibe besteht. „Beim nächsten Mal treffe ich bestimmt alle Pfeile in die Mitte!“, ruft Alexander Hoppe. „So wie Robin Hood.“

Notfallwerkstatt nach Brand

Viele der Kinder tragen selbstgemachte Glücksbringer aus Holz und Armbändchen. Diese haben sie bereits in den letzten Tagen in der Werkstatt gebastelt. „Nachdem die große Scheune mitsamt dem Lager abgebrannt ist, haben wir eine Notfallwerkstatt eingerichtet“, erzählt Jan Schlömp. Er arbeitet für sein Anerkennungsjahr am Heimbacher Hof und hat sogar für ein halbes Jahr verlängert. „Inzwischen haben wir alles Nötige wieder zur Hand, was wir für die Werkstatt brauchen. Außerdem gab es ja eine Spendenaktion, bei der viel zusammengekommen ist.“

Wettstreit beim Häkeln

Jan Schlömp betreut den Kletterbaum. Es sind mobile Klettergriffe am Stamm angebracht, an denen man sich wie an einer Kletterwand hochziehen kann.  Dort ist Eden Jost auf dem Weg nach ganz oben. „Ich hab das schon mehrmals gemacht und keine Angst“, ruft sie von oben herab. Geschickt setzt sie ein Bein nach dem anderen auf die angebrachten Steine. Zum Schluss gelingt ihr sogar der Sprung auf die andere Seite des Stammes. „Das hat bisher noch keiner geschafft“, prahlt sie.

Zur Verpflegung gibt es am Nachmittag kleine Gemüse-Snacks und über dem offenen Feuer werden Maiskolben gegrillt. Die Kinder können sich frei bewegen und springen von einer Aufgabe zur nächsten. Nebenher werden schon mal ein paar Bänder von Hand gehäkelt.

„Das ist heute unsere Tagesaufgabe“, erklärt Maja Gröschel. „Jede der fünf Gruppen häkelt so viel sie kann und am Ende gibt es einen Gewinner.“ Wegen des Wettstreits sieht man in fast jeder Ecke ein Kind mit einem Wollknäuel sitzen und fleißig arbeiten.

Bei der 21-jährigen Praktikantin Sarah Greiner werden Ohren für die Elefanten des Abschlussvorspiels gebastelt. „Ich finde, das hier macht unglaublich viel Spaß“, sagt sie. „Wir sind ungefähr zehn Praktikanten und neun hauptamtliche Mitarbeiter. In den zwei Wochen Programm steht man als Betreuer zwar komplett unter Strom, aber es lohnt sich.“ Insgesamt wird das Ferienprogramm nicht groß von der abgebrannten Werkstatt beeinflusst. Bei so tollem Wetter kann der Großteil draußen stattfinden und die neue kleine Werkstatt bietet schon wieder vieles an. „Schade ist es um das Lager“, sagt Jan Schlömp. „Oft hat man etwas gebraucht und es sich einfach von dort geholt. Nun muss es neu angeschafft werden.“

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