Mainhardt/Michelfeld Lücke im Radweg soll geschlossen werden

Bürgermeister Damian Komor (rechts)  erläutert seinem Mitarbeiter die künftige Strecken- führung des geplanten Radwegs zwischen Mainhardt und  Michelfeld parallel zur B 14. 1,2 Kilometer der zwei Kilometer langen Strecke wird Mainhardt neu bauen.
Bürgermeister Damian Komor (rechts) erläutert seinem Mitarbeiter die künftige Strecken- führung des geplanten Radwegs zwischen Mainhardt und Michelfeld parallel zur B 14. 1,2 Kilometer der zwei Kilometer langen Strecke wird Mainhardt neu bauen. © Foto: döt
Mainhardt / Gustav Döttling 10.07.2018
Mainhardt und Michelfeld gehen bei der Planung zur Schließung der Radweglücke zwischen beiden Gemeinde in Vorleistung.

Der Beschluss des Mainhardter Gemeinderats war einstimmig: Um möglichst schnell die bestehende Lücke im Radwegenetz des Landkreises zwischen Mainhardt-Bubenorbis und Michelfeld zu schließen, finanziert die Kommune anteilig die Planungsleistungen für den Streckenabschnitt auf ihrer Gemarkung. Außerdem beauftragten die Räte die Verwaltung, gemeinsam mit Michelfeld die weitere Radwegplanung mit dem Regierungspräsidium abzustimmen, damit das Projekt zeitnah realisiert werden kann.

Regierungspräsidium mangelt es an Personal für Planung

„Es ist leider so, obwohl der Bund das Geld für den Radwegbau bereitstellt, fehlt im Augenblick im Regierungspräsidium das Personal, um den Lückenschluss im Radwegenetz zwischen Michelfeld und Mainhardt zu planen“, berichtete Bürgermeister Damian Komor letzte Woche im Gemeinderat. Daher hätten sich die beiden Bürgermeister abgestimmt, ihren Gemeinderäten vorzuschlagen, bei der Planung für die Streckenabschnitte auf ihrer Gemarkung finanziell in Vorleistung zu treten. „Michelfeld hat bereits die Planung beschlossen“, sagte der Planer, Diplom-­Ingenieur Klaus Gehring vom Ingenieurbüro Bürgel aus Untermünkheim. Auf Michelfelder Gemarkung plant das Büro Krupp die Radwegstrecke. Die führt in Richtung Bubenorbis rechts der B 14 die Rote Steige hinauf bis zum Windpark im Wald, wo die Mainhardter Gemarkung beginnt.

1,2 Kilometer müssen neu gebaut werden

„Wir müssen im Wald parallel zur B 14 einen Neubau anlegen und werden 940 Meter vorhandene Feldwege nutzen sowie einen vorhandenen Schotterweg asphaltieren“, beschrieb Gehring das Projekt. Man werde am Friedhof in Bubenorbis rauskommen, könnte dann in der Ortsdurchfahrt die B 14 queren und an den vorhandenen Radweg Richtung Mainhardt anschließen. Rund zwei Kilometer betrage die Radwegstrecke auf Mainhardter Seite, davon müssten rund 1,2 Kilometer neu gebaut werden.

„Der Vorteil dieser Streckenführung ist, dass wir die B 14 nicht im Wald queren“, so der Planer. „Eine Querung der Bundesstraße durch den Radweg im Wald wäre eine zusätzliche Gefahrenstelle, die wir vermeiden sollten“, argumentierte Bürgermeister Damian Komor für die vorgeschlagene Streckenführung. Eine Querungshilfe in Bubenorbis komme die Gemeinde zwar etwas teurer, sei jedoch sicherer. Auf rund 700.000 Euro schätzt der Schultes die Kosten für den Lückenschluss nur auf Mainhardter Seite.

Weg wird 2,50 Meter breit

„Wie ist die Querungshilfe gedacht?“, fragte Fritz Zendler (UWV). „Wir werden einen Teiler in der Straßenmitte der B 14 anlegen“, erläuterte Klaus Gehring. „Das wäre auch für die Einwohner von Bubenorbis eine große Hilfe“, meinte Schultes Damian Komor. „Wie ist sichergestellt, dass der Radweg sauber bleibt?“, wollte Udo Kalina (UWV) wissen. Die Landwirte, die den Weg nutzen, müssten ihn auch wieder säubern, erläuterte Klaus Gehring. „Wie breit wird der Weg gebaut, 3,50 Meter?“, fragte Stephan Kemppel (FAL). „Der Bund finanziert nur eine Radwegbreite von 2,50 Metern, alles, was breiter ist, muss die Gemeinde selbst zahlen“, gab Mainhardts Bürgermeister Auskunft. Das gehe gar nicht, jedes Traktorgespann habe mindestens eine Breite von 2,80 Metern, so Kemppel. Da werde ja das Bankett sofort zerstört. „Das wissen wir, daher wollen wir ja weitgehend die vorhandene Infrastruktur nutzen“, sagte Komor.

„Sind Sie sicher, dass diese Strecke später auch genutzt wird, die alte Rote Steige ist zu steil“, meinte Alexander Enderle (FAL). „Es gibt keine Alternative, Michelfeld hat seine Planung so beschlossen“, erklärte Komor. Wegen seines Sportplatzes bevorzuge Michelfeld diese Seite der B 14.

Der Grundgedanke der aktuellen Streckenführung sei es, vorhandene Wege mitzunutzen, dazu gehöre auch die alte Rote Steige. „Das ist die bessere Trasse“, pflichtete Wolfgang Feuchter (UWV) dem Schultes bei. Es sei besser, die Kommune plane selbst, weil „wir wissen, wo die Straßen und Wege sind“. Mit dem Beschluss werde die Gemeinde beim Büro Bürgel ein Angebot für die Detailplanungsleistungen einholen, nannte Komor den nächsten Schritt.

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