Die dortige Landesregierung will die Theater und Orchester GmbH Neubrandenburg/Neustrelitz mit Stralsund/Greifswald zu einem "Staatstheater Nordost" fusionieren, um Kosten zu sparen, meldet die Nachrichtenagentur dpa. Bei derzeit 485 Mitarbeitern sollen 65 Stellen entfallen. Damit ginge auch die Eigenständigkeit der Theater- und Orchester GmbH Neubrandenburg/Neustrelitz verloren. Zudem würde Neustrelitz sein Musiktheaterensemble und die Deutsche Tanzkompanie verlieren, schreibt der Nordkurier. "Die Stadt- und Kommunalpolitiker haben es nun in der Hand, ob sie als Bewahrer oder Totengräber der Kultur in die Geschichte eingehen", sagte Martin Majewski von der Deutschen Orchestervereinigung. Der Intendant des Rostocker Volkstheaters, Sewan Latchinian, forderte auch die Schweriner auf, sich für die anderen Theater und Orchester einzusetzen. In Schwäbisch Hall ist die Lage in der Theaterlandschaft ganz anders. Statt einer Kürzung steht ein Ausbau an. Die Freilichtspiele haben ein Winterprogramm aufgebaut. Zudem soll das Globe-Theater einen Nachfolgebau auf dem Unterwöhrd erhalten. Oberbürgermeister Hermann-Josef Pelgrim hat dafür ein "Odeon"-Theater nach griechischem Vorbild ins Spiel gebracht.