Frankenhardt Großes Fest im kleinen Ort

Holzschilder an der B 290 kündigen das 42. Dorffest in Steinbach/Jagst an. Die Schiffsschaukeln stehen auch schon.
Holzschilder an der B 290 kündigen das 42. Dorffest in Steinbach/Jagst an. Die Schiffsschaukeln stehen auch schon. © Foto: Luca Schmidt
Frankenhardt / Luca Schmidt 14.06.2018
Einmal im Jahr erwacht das kleine Örtchen Steinbach/Jagst in Frankenhardt so richtig zum Leben: Beim Dorffest, das bereits zum 42. Mal veranstaltet wird.

Wer dieses Wochenende auf der B 290 von Crailsheim nach Ellwangen unterwegs ist und durch das kleine Örtchen Steinbach/Jagst fährt, der wird seinen Augen kaum trauen: Statt Dorfidylle wartet dort das 42. Dorffest, das ab Freitag bis Sonntag von der hiesigen Wandergruppe veranstaltet wird. Schiffsschaukeln, Karussell und Essensstand sind schon aufgebaut worden.

Einer der Höhepunkte des Dorffestes: das zwölfte Bulldogtreffen, genauer: ein Traktor- und Oldtimertreffen. „Das kam erst später dazu. Ein paar Technikbegeisterte von hier haben gemeint, dass wir das mal machen könnten“, sagt Harald Wengert, einer der Organisatoren. Das Treffen sei sehr beliebt, sowohl bei jüngeren, als auch bei älteren Besuchern. Um 14 Uhr wird am Sonntag eine Ausfahrt veranstaltet – direkt vor dem WM-Spiel der Deutschen gegen Mexiko, das ab 17 Uhr auf einer Großbildleinwand übertragen wird.

Einen zusätzlichen Organisationsaufwand bedeutet das Bulldogtreffen aber auch: Denn direkt davor wird ab 10 Uhr der Gottesdienst gefeiert. „Wir müssen die Schlepper vor Ort abfangen, damit sie nicht stören“, sagt Wengert. Erst im Anschluss dürfen sie auf die Wiese am Ortseingang fahren.

Zusätzlich zum Programm gibt es jedes Jahr eine kleine Ausstellung von Markus Heinkelein, laut Harald Wengert ein „Bulldogfreak.“ „Vor zwei Jahren hatten wir beispielsweise eine Original-Schmiede hier, Dreschvorführungen gab es auch schon“, sagt Wengert.

„Mit der Planung für das nächste Fest geht es aber eigentlich schon direkt nach dem Wochenende wieder los“, fügt Harald Wengert hinzu, und er muss es wissen: Schließlich war er bereits 20- bis 25-mal an den Vorbereitungen zu dem Fest beteiligt, so genau weiß er das nicht mehr. Ende des Jahres muss bereits ein Termin für das folgende Jahr vereinbart werden. „Das muss mit anderen Festen in der Gemeinde koordiniert werden“, sagt Wengert. Außerdem müsse die Musikkapelle schon zu Beginn eines Jahres angefragt werden.

Gemischtes Publikum

„Ohne eine eingeschworene Gemeinschaft von Helfern geht es aber nicht“, so Wengert weiter. 40 bis 50 Freiwillige seien es jedes Jahr, nicht nur aus den örtlichen Vereinen. Neben den Helfern sind auch die meisten Besucher aus dem Umland. „Es gibt immer ein gemischtes Publikum aus Jung und Alt“, sagt Wengert und freut sich.

Im vergangenen Jahr war er aber fast schon froh, als es Sonntag war und das Fest seinem Ende zuging. „Wir haben am Mittwoch vorher den Abschluss der Dorfsanierung gefeiert, am Donnerstag stand ein Wandertag an.“ So wurde fünf statt der üblichen drei Tage gefeiert.

Info

Das 42. Dorffest wird am Freitag um 20 Uhr mit einer Bierprobe eröffnet.