Event Großes Fest auf dem Riegenhof mit Attraktionen - erstmals Seifenkistenrennen

Mainhardt / OLIVER FÄRBER 22.09.2015
Wenn Familie Braun zum Fest lädt, dann ist auf dem Riegenhof viel los. Am Sonntag kamen einige hundert Besucher, um das Angebot zu genießen. Neu war ein spannendes Seifenkistenrennen.

Ruhig geht es zunächst beim Hoffest zu. Zahlreiche Stände von Selbstvermarktern sind aufgebaut - quasi Kollegen der Familie Braun, die bereits seit längerer Zeit die Erzeugnisse ihres Demeterhofes und weitere fair gehandelte Produkte direkt vor Ort auf dem Riegenhof verkaufen. Es gibt schönen Schmuck für den Garten, Düfte zum Wohlfühlen, Accessoires und Kleidung, süßen Bienenhonig. Nicht nur die Produkte gibt es auf dem Markt, sondern auch die Informationen und Geschichten dahinter - und die sogar völlig kostenlos. Dazu sind einige Kunsthandwerker gekommen, deren Waren etliche Besucher neugierig machen.

Zur Mittagszeit nutzen viele das schmackhafte Essensangebot. Der Renner ist der Riegenhof-Topf: Demeter-Gulasch mit Gemüse und Spätzle. "Schmeckt herrlich, und dazu noch die tolle Musik", meint Greta Heinrich. Die Gruppe Friends And Guitars covert bekannte Rock- und Popsongs, die eine besonders gemütliche Atmosphäre zum Verweilen schaffen. Doris Braun freut sich, Gastgeberin für so viele Menschen zu sein - und ist zufrieden: "Solange es von oben nicht nass und von unten nicht kalt ist", fügt sie mit einem Lächeln hinzu.

Ein paar Meter weiter geht's nicht gemütlich, sondern sehr rasant zu. Eine abfallende Straße ist ideal für die neue Attraktion bei diesem Hoffest: ein Seifenkistenrennen. Schon bei den Übungsfahrten zeigt sich, auf welch hohes Tempo die Fahrzeuge kommen. Sollte es mit dem Bremsen nicht klappen, liegt ein Stück nach dem Ziel ein großer Strohballen, der Teilnehmer samt Gefährt im Falle eines Falles sanft stoppen würde. Doch der wird nicht gebraucht. Bremsen, die manchmal einfach auch nur die Schuhe der Fahrer sind, wirken gut genug.

Keine Seifenkiste, dafür aber gerade für die Kinder ein bekanntes Vehikel, ist das Bobby-Car. So mancher Interessent rast auf einem der bereitgestellten roten Plastikbomber die Strecke hinab. Unten gibt's Applaus von den Besuchern.

Weil der Weg nicht allzu breit ist, wird auf Zeit und nicht gegeneinander gefahren. Als Bürgermeister Damian Komor in die Trillerpfeife bläst, rast ein besonderes Modell die Strecke hinunter. Marcus Kawalek nimmt kurz darauf den Helm ab und steigt aus seiner Eigenkonstruktion, die besonders durch ihre Leuchten vorne und hinten auffällt, heraus. Zum ersten Mal ist er bei solch einem Rennen dabei. "Die Kiste habe ich extra vier Tage lang für heute gebaut", sagt er und blickt auf seinen Renner. Er scheint ein neues Hobby gefunden zu haben, denn er fügt hinzu: "Vielleicht wird die Version zwei besser." Wer gewinnt, ist an diesem Tag gar nicht so wichtig. Es geht vor allem ums Dabeisein. Immerhin sind rund ein Dutzend Erwachsene und Kinder bei der Premiere des Riegenhof-Rennens am Start.

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