12.000 Menschen campieren im Freien auf Straßen. Halls Oberbürgermeister Hermann-Josef Pelgrim bekräftigt die Bereitschaft der Stadt, zusätzlich geflüchtete Menschen aufzunehmen. „Es wird seit Langem beraten, jetzt muss gehandelt werden“, so Pelgrim in einer Mitteilung der Stadt. Das überbelegte Camp ist seit Jahren von menschenunwürdigen Bedingungen geprägt. Unter dem Einfluss von Corona hat sich die Lage weiter zugespitzt und ist jetzt eskaliert.
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Brüssel

Bereits im Januar 2019 hatte Pelgrim in einem Schreiben an Bundesinnenminister Horst Seehofer appelliert, sich für eine schnelle Aufnahme und Verteilung von aus Seenot geretteten Menschen sowie für die Beseitigung von Fluchtursachen einzusetzen. Zur Unterstützung dieser Bemühungen erklärte Pelgrim die Bereitschaft der Stadt, als Sicherer Hafen zusätzlich aus Seenot gerettete Flüchtlinge aufzunehmen.
In einem Schreiben an Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat er Anfang April dieses Angebot noch einmal bekräftigt und das Land aufgefordert, alle Handlungsmöglichkeiten für eine schnelle humanitäre Lösung auszuschöpfen. In einem Telefonat mit Staatsministerin Theresa Schopper hat Pelgrim hierzu als konkreten Vorschlag die positiven Erfahrungen mit dem Sonderkontingent für Jesidinnen in die Diskussion gebracht.