Kommentar Tobias Würth zum Konflikt in der SPD-Fraktion Gräben werden offengelegt

Tobias Würth - Redakteur des Haller Tagblatts.
Tobias Würth - Redakteur des Haller Tagblatts. © Foto: ht
Hall / Tobias Würth 28.07.2018

Die SPD-Fraktion begrüßt die Prüfung der Hotelkosten durchs Regierungspräsidium. Zugleich verurteilt sie diejenige, die diese Klärung eingeleitet hat. Wie passt das zusammen? Aus Sicht der Fraktion war eine Beschwerde der falsche Weg, die Reaktion der Rätin zu heftig. Die Stadträtin wird deutlich verurteilt. Kann Monika Jörg-Unfried danach noch in der  Fraktion bleiben?

Hätte eine interne Rüge und eine Distanzierung direkt in der Sitzung Anfang Juli nicht genügt? Die SPD stellt nun etwas klar, was eigentlich allen Beobachtern klar war: Die Stadträtin handelt nicht im Namen der Fraktion. Die SPD trägt interne Meinungsverschiedenheiten in die Öffentlichkeit. Das ist natürlich interessant. Aber ist es auch weise? Die Genossen haben Erfahrung damit, sich in der Öffentlichkeit zu zerlegen. Zumindest bei der Bundestagswahl brachte es ihnen keinen Stimmenzuwachs.

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