Schwäbisch Hall Globe mit Zauberlaterne, neuem Eingang und Rundweg

Schwäbisch Hall / Marcus Haas 07.10.2015
Das Globe hat uns sehr beeindruckt, vor allem die Atmosphäre im Innern. Es ist schwierig, etwas Gleichwertiges dort hinzubringen. Deshalb wollen wir mit unserer Konzeptstudie das Theater erhalten“, sagt Michael Sprinzl. Der Architekt aus Kirchberg an der Jagst gibt mit seinem Kollegen Joao Moreira einen Impuls, um mit einigen Veränderungen das Globe als Sommertheater zu erhalten, wobei die Spielzeit auch in den Herbst hinein beispielsweise durch Wärmestrahler verlängert werden könnte.

Im Innern soll das obere Geschoss nicht mehr von Zuschauern genutzt, die Anzahl der Plätze auf insgesamt 400 reduziert werden. Stattdessen sieht die Konzeptstudie eine textile Fläche, worauf multimediale Dinge als Teil eines Theaterstücks projiziert werden könnten. Sprinzl denkt dabei an „eine Art laterna magica“, eine Zauberlaterne.

Im Außenbereich sind die zentralen Veränderungen ein Eingang, ein Anbau und ein Rundweg um den Bau. Der Eingang wurde dabei zum „Steinernen Steg“ hin orientiert, so dass er von der Hauptwegstrecke der Fußgänger leicht erkannt werde. Ein Viertel der Erweiterung durch einen Anbau soll als ebenerdiger Eingang dienen, drei Viertel werden ins Erdreich abgesetzt, um die Sichtbarkeit des Eingriffs im Park zu minimieren. Den Absatz bilde eine Plattform zum Draufsitzen. Zudem wird es nach der Konzeptstudie möglich, auf einem Steg rund um das Gebäude zu gehen.
 
 
Das Konzept auf einen Blick
- Dritte Ebene für Publikum gesperrt, dafür Fläche für multimediale Projektionen.
- Platz für 400 Zuschauer.
- Einbau von Fenstern im Erdgeschoss.
- Seitlicher Anbau mit Plattform zum Sitzen und Verweilen.
- Seitliche Lichtbänder sollen Licht ins Untergeschoss bringen.
- Untergeschoss für Theaternebenräume und öffentliche Toiletten.
- Entfernung des Bühnenhauses auf Rückseite und Ersatz durch großen Rahmen.
- Eingang zum Steinernen Steg.
- Rundgang ums Gebäude auf einem Steg.
 
Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel