Altenberg Gemütlich beim Muggâfäschd zusammen sitzen

Crunchem gehört die Bühne am Samstagabend in Altenberg. Mit den Coversongs feiern die Besucher des Muggâfäschds bis in die Nacht.
Crunchem gehört die Bühne am Samstagabend in Altenberg. Mit den Coversongs feiern die Besucher des Muggâfäschds bis in die Nacht. © Foto: Oliver Färber
Wolpertshausen / Oliver Färber 17.07.2018
Das kleine Altenberg zieht alljährlich zwei Tage lang viele Besucher an: Beim Muggâfäschd sitzen die gemütlich bei Live-Musik zusammen.

Es ist eine laue Sommernacht. Wohl deshalb ist die Party am Samstag gegen 23 Uhr im kleinen Altenberg noch lange nicht zu Ende. Auch wenn schon einige Besucher das Muggâfäschd wieder verlassen haben. Die Coverrockband Crunchem gibt trotzdem weiter alles – und hat den Humor nicht verloren. „Die, die geklatscht haben, sind wohl schon nach Hause gegangen“, klingt es nach einem Song übers Mikrofon.

Plötzlicher Ansturm am Freitag

Dass es jetzt etwas ruhiger zugeht, das ist den Helfern vom örtlichen Verein, der sich extra für das Fest gegründet hat, gar nicht so unrecht. „Am Freitag sind alle auf einen Schlag gekommen“, berichtet Detlef Ziegler, Vorsitzender des Altenberger-Muggâfäschd-Vereins. Alle Hände voll habe man zu tun gehabt, um des Ansturms Herr zu werden. „Da sind wir schon an unsere Grenzen gestoßen“, gibt er zu. Der Festverein hat 32 Mitglieder, auch ehemalige Altenberger packten mit an. Die Zahl der Einwohner im kleinen Ort schätzt er dagegen auf unter 50. Dass zum Fest etwa 600 Besucher gekommen sind, ist dafür bemerkenswert. 340 Hähnchen gingen über den Tisch und 80 Kilogramm Pommes Frites.

Bleibt nur noch die Frage, warum das Altenberger Fest solch einen Namen trägt – denn Fliegen sind eigentlich keine zu sehen. „Das geht auf die Vergangenheit zurück“, weiß Ziegler.

Misthaufen ziehen Fliegen an

Früher, da habe es ein Altenberger Dorffest gegeben. „Das wurde bis 1996 gefeiert und dann aufgegeben“, erklärt der Vereinsvorsitzende. Damals habe es noch viele Bauern, Misthaufen und damit auch Insekten im Ort gegeben. „Es wurde von den Leuten damals schon Muggâfäschd genannt, obwohl es Dorffest hieß“, berichtet Ziegler. Als man 2012 wieder damit begonnen habe, in Altenberg zu feiern, sollte die Feier so benannt werden, wie sie bereits im Volksmund früher hieß. „Bloß gibt es jetzt nicht mehr viele Mucken hier“, gibt er zu. Das hätten auch schon in den vergangenen Jahren Besucher des Dorffests bemängelt.

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