Schwäbisch Hall Gemeinderat: Pelgrim verabschiedet und ehrt Reinhard Huppenbauer

Reinhard Huppenbauer (rechts) mit Oberbürgermeister Pelgrim.
Reinhard Huppenbauer (rechts) mit Oberbürgermeister Pelgrim. © Foto: ars
CUS 09.10.2015
Reinhard Huppenbauer (Bündnis 90/Die Grünen) war rund sechs Jahre lang im Haller Gemeinderat. Nun zieht er sich aus der kommunalpolitischen Arbeit zurück, auch um künftig mehr in Frankreich zu leben.

"Ich bleibe in Schwäbisch Hall und bleibe dieser Stadt verbunden, auch wenn ich mich mal längere Zeit in Frankreich aufhalten werde, in der Heimat meiner verstorbenen Frau Jaqueline", sagt Reinhard Huppenbauer. Er sei mit seinen 68 Jahren nun in ein Alter gekommen, wo er das Mandat gerne an Jüngere weitergebe. Es freue ihn, dass nun eine Bürgerin in den Haller Gemeinderat für ihn nachrückt, die aus Halls Partnerstadt Zamosc stammt. Oberbürgermeister Hermann-Josef Pelgrim verpflichtet Joanna Walter, die für Huppenbauer in den Gemeinderat und in diverse Gremien einzieht.

"Ich war gerne im Gemeinderat. Ich habe sehr viel gelernt, beispielsweise wenn Herr Gruber den Haushalt erklärt hat", macht Huppenbauer deutlich. Es gebe Entwicklungen auf die die Stadt stolz sein könne. Es gebe eine wache Zivilgesellschaft. "Bunt, friedlich, weltoffen" - unter diesem Motto hätten Haller Bürger vor gut elf Jahren Angriffe auf die Vielfalt der Stadt erfolgreich abgewehrt. Die Zivilgesellschaft melde sich bei Projekten der Stadt zu Wort, ob es ums Bahnhofsareal, um den Haalplatz oder um den Theater-Neubau gehe. "Das macht eine lebendige Demokratie aus", betont Huppenbauer. Auch die Verwaltung und der Gemeinderat hätten dabei Zeichen gesetzt: Die einhellige Zustimmung des Rats in diesem Jahr für den Bau einer Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge stehe für Weltoffenheit der Stadt und das Verantwortungsbewusstsein für in Not geratene Menschen. Kritisch sieht er manche Veränderungen, bei denen er etwas die Sensibilität für die Geschichte der historisch bedeutsamen Stadt vermisst habe, etwa beim Diak.

"Ich möchte etwas korrigieren. 16 Jahre sind zu lang. Ich war sechs Jahre im Haller Gemeinderat", sagt Huppenbauer in Richtung Oberbürgermeister. Hermann-Josef Pelgrim hatte zuvor rübergebracht, dass Huppenbauers Zeit im Haller Gemeinderat mit 16 Jahren und drei Monaten sogar die Amtszeit von Helmut Kohl um zwei Monate übertroffen habe. Pelgrim würdigt das vielfältige Engagement von Huppenbauer bei Themen wie Inklusion, Integration oder Migration und überreicht ihm die silberne Rathausmedaille. Seit Ende der 1980er-Jahre arbeitet Huppenbauer im Freundeskreis Asyl in Hall mit. Seit 1989 ist er Mitglied der Grünen. Von 1994 bis 2015 wirkt er als Sprecher des Ortsverbands der Haller Grünen. Von 2004 bis 2015 engagiert sich Huppenbauer im Kreistag.