Gaildorf - Von der Idee und dem Konzept der Limpurger Flößerzunft ist Hans-Joachim Kramer begeistert. "Die Flößerei hat Tradition in Gaildorf und deshalb wollen wir die Flößerzunft in ihrer Arbeit unterstützen", sagt der Bezirksleiter der Sparkasse Schwäbisch Hall/Crailsheim und rutscht vorsichtig die Uferböschung hinunter. Bei Münster liegt das Floß, das Fotomotiv für die Scheckübergabe. Markus Zaklikowski, Initiator der Limpurger Flößerzunft, hält die Stiefel hoch. Fünf weitere Paare sollen geliefert werden - aus Tschechien. Dann wären die Limpurger Flößer für die Aufnahmen des SWR-Fernsehen für die Reihe "Der Südwesten von oben" zwar nicht originalgetreu, aber einigermaßen passend gekleidet. Dass die Flößerbeine in Musketierstiefeln stecken, wird dabei kaum einer bemerken. "Wir sind froh, dass wir sie uns jetzt leisten können", sagt Zaklikowski. Der Kundenberater der Flößer, Thomas App, lächelt und hebt den 1000-Euro-Scheck hoch. "Ein ordentliches Startkapital", meint Markus Zaklikowski. Er hat das Floß mit Unterstützung seiner Klassenkameraden von der Ludwig-Schlaich-Akademie in Waiblingen gebaut. 21 Mann plus der Rektor, "der war total begeistert". Zaklikowskis Klassenkameraden war der Weg von Reutlingen und Göppingen zum Floßbauen nach Gaildorf nicht zu weit. "Sie waren von der Flößerei ganz angetan", erzählt er. Das notwendige Holz hatte die Flößerzunft lange vorher von der Brauerei Häberlen geschenkt bekommen.