Förderung Geld für den Energieerlebnispfad in Wüstenrot

In Wüstenrot wird ein Energieerlebnispfad gebaut.
In Wüstenrot wird ein Energieerlebnispfad gebaut. © Foto: Gustav Döttling
Wüstenrot / swp 19.07.2018
Der Auswahlausschuss Regionalentwicklung Schwäbischer Wald hat drei Projekte positiv beschieden.

Drei Projekte mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von mehr als 1,3 Millionen Euro können jetzt weiter auf dem Weg zu einer Förderung über das europäische Förderprogramm zur Unterstützung ländlicher Regionen (Leader) gebracht werden. Es locken Leader-Fördermittel in Höhe von etwa 400 000 Euro.

Die Gemeinde Wüstenrot kann mithilfe der Förderung den Energieerlebnispfad realisieren. Durch dieses Projekt wird Technik mittels digitaler Realitäten sichtbar. Dieses Vorzeigeprojekt ermöglicht es, komplexe technische Anlagen im Bereich erneuerbare Energien allen Altersgruppen anschaulich zu erläutern und diese hinsichtlich möglicher Lösungen zu sensibilisieren. Gleichzeitig werde die Akzeptanz der Digitalisierung gesteigert. „Gemeinden können sehen, welchen Weg Wüstenrot einschlägt und sich inspirieren lassen“, heißt es in der Pressemitteilung der Leader-Geschäftsstelle. Kinder und junge Erwachsene lernen frühzeitig neue Technologien zur Ressourceneffizienz und -einsparung kennen und dies über modernste mediale Aufbereitung. Die Gemeinde beantragt für dieses Projekt einen Zuschuss von 134 520 Euro EU-Fördermitteln. Ein weiteres „Idipfele“ ist das Projekt „Hausdipfele“. Bei diesem Projekt handelt es sich um einen Umbau einer ehemaligen landwirtschaftlichen Scheune in Fichtenberg-Diebach zu einem Ferienhaus mit barrierefreien Übernachtungsmöglichkeiten im Erdgeschoss sowie einem Veranstaltungsraum für Feste und Kochveranstaltungen. Dort entsteht ein Ferienhaus mit zehn Übernachtungsmöglichkeiten. Somit soll der Tourismus gestärkt und Gästen mit körperlicher Beeinträchtigung die Erholung im Schwäbischen Wald ermöglicht werden. Die Bauherren beantragten eine Fördersumme von 91 440 Euro EU-Fördermitteln und 60 960 Euro Landesmitteln.

Um dem Mangel an jungen Ärzten entgegenzuwirken, beschloss ein junges Medizinerpaar, eine Arztpraxis in Murrhardt zu übernehmen. Diese Praxis ist in die Jahre gekommen und benötigt in und um die Räume herum bedarfsgerechte Anpassungen, um weiterhin Patientinnen und Patienten in unterschiedlichen Lebenslagen behandeln und um rechtliche Anforderungen weiterhin erfüllen zu können. Zudem sollen die Arbeitsplätze für die Mitarbeitenden attraktiv gestaltet werden, damit Fachkräfte in der Region gehalten werden können. Das Arztehepaar beantragte eine Fördersumme von 86 164 Euro EU-Mitteln und 57 443 Euro Landesmitteln.

Info Auch in Zukunft können Fördermittel aus dem Leader-Topf beantragt werden. Der achte Projektaufruf ist vom 14. September bis zum 14. Oktober geplant. Die Auswahlausschusssitzung findet voraussichtlich am 28. November statt.

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