Ausstellung Gegensätze in den Fokus gerückt

Der Ausstellungs-Planer Wolfgang Kienle,  die Kuratorin Ursula Kensy, die Kunstvereins-Vorsitzende Renate Ziegler und der Laudator Thomas Achter vor dem titelgebenden zweiteiligen Acry-Gemälde „Pol – Gegenpol“ von Christa Schmidt-Ehrlinger.
Der Ausstellungs-Planer Wolfgang Kienle, die Kuratorin Ursula Kensy, die Kunstvereins-Vorsitzende Renate Ziegler und der Laudator Thomas Achter vor dem titelgebenden zweiteiligen Acry-Gemälde „Pol – Gegenpol“ von Christa Schmidt-Ehrlinger. © Foto: Ursula Richter
Langenburg / Ursula Richter 18.07.2017

Christa Schmidt-Ehrlingers Bilder-Paar in Acryl gibt den Titel für die neue Ausstellung des Hohenloher Kunstvereins im Langenburger Hofratshaus: „Pol – Gegenpol“. Die Spannung zwischen den Rotvariationen und dem Grün ist für Thomas Achter  zentraler Inhalt. In seiner Einführung verortet er diesen auch bei den Bildern von Veronica Solzin und beim Thema Mann und Frau in den Zeichnungen von Andreas Franz. „Da Polarität von jeher eine Grundlage bildet für künstlerisches Schaffen, lag es nahe, diese einmal in den Fokus zu rücken“, begründet der Haller Künstler die Themensetzung. Dramatische Zusammenhänge seien die Grundlage der Arbeiten von Reingard Glass und Gerhard Deeg oder von Franz Raßl. Wolfgang Kienle hat die Skulptur „Upside Down – Alles wird gut“ (2017) von Franz Raßl „spontan gefallen, weil er den Sockel auf Augenhöhe gemacht hat“. So sehe man, dass der Muschelkalk unten auf Stiften balanciere, „die fast einen Kippeffekt erzeugen, eine Bewegung, obwohl es so massiv aussieht“.

Für den Stuttgarter Künstler, der mit dem Konzept der Schau beauftragt war, war die 4,60 Meter große Stahlplastik von Rolf Kurz eine Herausforderung. Kienle hatte dann die allseits bewunderte Idee, die beiden „Neighbours“ (2016) über einer Türschwelle zusammenkommen  zu lassen. Susanne Rudolphs Steinguss „erinnert mich an eine Spielkarte“. „In Verbindung“ (2000) steht die weibliche Halbfigur oben mit einem männlichen, spiegelverkehrt angebrachten Pendant unterhalb einer Glasscheibe.

Die in Tinte, Aquarell und Grafit ausgeführten „Sicht der Dinge“ 1 bis 6 von Wolfgang Kienle zeigen Thomas Achter, dass das Gleiche noch lange nicht Dasselbe ist.“ Für ihn ist eine schwarze Linie auf einem weißen Blatt der „Inbegriff von polarer Spannung. Wie die Linie ihre formale Stärke ausspielen kann, sehen wir in den vibrierenden Zeichnungen von Gerd Neisser und den kontrastreichen Blättern von Ursula Plog­höft.“ Und Käthe Bauers Zeichnung beweise ihre Kraft im kleinen Format umso mehr.

Info Die teilnehmenden Künstler sind Thomas Achter, Käthe Bauer, Gerda Bier, Gerd Deeg, Andreas Nikolaus Franz, Reingard Glass, Ursula Kensy, Wolfgang Kienle, Rolf Kurz, Gerd Neisser, Doris Neisser- Steinkrauss, Ursula Ploghöft, Franz Raßl, Susanne Rudolph, Ute Schmidt, Christa Schmidt-Ehrlinger, Sonja Streng, Veronica Solzin, Eugen Zenzinger. Bis 27. August.

Teilnehmende Künstler