Transport Für Schwertransport werden Kreisel geschottert und Ampeln abmontiert

Im Einkornwald werden sieben Windkraftanlagen errichtet.
Im Einkornwald werden sieben Windkraftanlagen errichtet. © Foto: Ufuk Arslan
Schwäbisch Hall / THUMI 09.10.2015
Die Schwertransporte für Windkraftanlagen in der Kohlenstraße nehmen Fahrt auf. In der Nacht auf Dienstag fahren die ersten Flügel durch Hall.

13 Tonnen schwer und rund 60 Meter lang: Jedes Flügelteil des dänischen Herstellers Vestas stellt eine logistische Herausforderung für die Spediteure dar - beim langen Transport besonders im Abschnitt Schwäbisch Hall, wenn es über Stuttgarter Straße, Johanniterstraße und Friedhofsdreieck in Richtung Hessental und Obersontheim geht. "Die erste Tour wird besonders spannend", sagt Steffen Hofmann von den Stadtwerken. "Trotz mehrerer Streckenstudien kann es passieren, dass es doch mal zu eng wird." Mehrere Schilder wurden bereits entfernt, Kreisel halbseitig geschottert und Ampeln zurückgebaut.

Jeweils drei Flügel werden wöchentlich in der Nacht zum Dienstag im Korso geliefert. Die Transporte werden dabei bereits in der Nacht zum Montag auf einem Autobahnparkplatz "möglichst nahe an der Anschlussstelle Schwäbisch Hall" abgestellt, so Hofmann. Die Schwertransporte dürfen nur in der Zeit von 22 bis 6 Uhr fahren. "Wenn alles reibungslos klappt, gehen wir davon aus, dass wir die Strecke in zwei bis drei Stunden bis zur Kohlenstraße schaffen."

Schwertransporte dürfen nur zwischen 22 und 6 Uhr fahren

Wann genau sich die Transporte durch Hall schlängeln, könne Hofmann nicht sagen. "Da spielen zu viele Faktoren eine Rolle." So stehe noch nicht fest, von welchem Autobahnparkplatz gestartet wird. Da die Transporte nur sehr langsam fahren, könnten wenige Kilometer schon eine lange Verzögerung verursachen. Bei besten Bedingungen könne es aber auch sein, dass das Ziel im Einkornwald bereits vor den veranschlagten zwei Stunden erreicht ist.

Dort, am Ziel, wird es ab sofort bis Mitte Dezember zu "nicht unerheblichen Beeinträchtigungen für Verkehrsteilnehmer und Passanten" kommen, sagt Hofmann. Im Wald werde nun permanent gearbeitet. Der Zutritt zu dem Baufeld sei daher aus Sicherheitsgründen nicht gestattet. Im Radius von 200 Metern zum Kran sei Sperrzone. Zudem müsse die Kohlenstraße immer wieder komplett gesperrt werden. Es sei auch ein Sicherheitsdienst im Einsatz. "Deren Anweisungen ist unbedingt Folge zu leisten", weist der Stadtwerke-Abteilungsleiter hin.

Die erste der sieben Anlagen soll am 28. Oktober in Betrieb gehen. Bis Mitte Dezember folgt dann wöchentlich eine weitere. Gondeln und Flügel ergeben gemeinsam einen Rotorendurchmesser von 126 Metern. Jede Anlage mit Mast wird bei senkrechter Flügelstellung circa 200 Meter hoch.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel