Schwäbischer Albverein In Wüstenrot für die Natur im Einsatz

Die Albvereinler pflegen seit 34 Jahren Orchideenwiesen beim Spatzenhof.
Die Albvereinler pflegen seit 34 Jahren Orchideenwiesen beim Spatzenhof. © Foto: Gustav Döttling
Wüstenrot / Gustav Döttling 16.08.2018
Seit 34 Jahren pflegen Mitglieder des Schwäbischen Albvereins in Wüstenrot Naturdenkmale und Orchideenwiesen.

Am Rand der beiden Wiesenflächen beim Spatzenhof kämpfen Siegfried Rickert am Waldrand und Siegfried Giebler am Ursprung des Flüsschens Rot mit ihren Motorfreischneidern gegen ein Dickicht aus verfilztem Gras, Disteln, Brennnesseln und anderen Wiesenpflanzen. Andere Mitglieder der neun Helfer  zählenden Rentnertruppe wechseln sich beim Mähen mit den Balkenmähern ab.

„Unsere Ortsgruppe ist seit 34 Jahren bei der Pflege dieser Wiesen mit seltenen Pflanzen wie der Schachblume, Trollblumen oder des  Knabenkrauts dabei“, berichtet Adolf Feucht, Obmann der Neuhüttener SAV-Ortsgruppe. Das Rentnerteam pflegt 1,2 Hektar Wiesenfläche.

Als kurz vor zehn Uhr Barbara Feucht das Vesper bringt, haben die Mähmaschinen und Männer Pause. „Es gibt Wurstsalat mit und ohne Käse sowie Käse und schwarze Wurst pur, dazu Brot und Brötchen“, kündigt die Ehefrau des Ortsgruppenobmanns an. „Das Mähen mit den Freischneidern geht heute sehr schwer, weil es ein richtiges Dickicht ist“, berichtet Siegfried Rickert.

Er ist seit 2009 bei der Landschaftspflege aktiv. „Der Balkenmäher ist hier optimal“, meint Roland Schoch, seit zehn Jahren ehrenamtlicher Landschaftspfleger. „Wenn man einmal gesehen hat, wie prächtig diese Wiesen blühen, ist man dabei“, erläutert Klaus Erlewein, warum er seit acht Jahren bei der Pflege mitmacht.

„Der SAV pflegt derzeit einige Flächen in Wüstenrot mit vorbildlichem Einsatz“, lobt Bettina Kluding, Geschäftsführerin des Landschaftserhaltungsverbands. Die Untere Naturschutzbehörde habe aktuell 15 Landschaftspflege-Verträge mit neun verschiedenen Antragstellern in Wüstenrot laufen.

Auf einer Förderfläche von 34 ha würden pro Jahr rund 21.000 Euro ausgezahlt. Man fördere in Wüstenrot vor allem Flächen mit Vorkommen des Großen Wiesenknopfs, die für die Entwicklung besonders geschützter Schmetterlings-Arten unabdingbar seien.

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