Schwäbisch Hall Fünf Pädagogen nehmen Abschied von Kaufmännischer Schule Schwäbisch Hall

Ein letztes gemeinsames Bild: Schulleiter Rainer Denz, Bärbel Haug, Karl-Heinz Rapp, Harald Kochendörfer, Regine Braun und Wolfgang Paulus (von links).
Ein letztes gemeinsames Bild: Schulleiter Rainer Denz, Bärbel Haug, Karl-Heinz Rapp, Harald Kochendörfer, Regine Braun und Wolfgang Paulus (von links). © Foto:  Privatfoto
Schwäbisch Hall / REINHOLD HARING 14.08.2015
Zum Schuljahresende verabschiedete Schulleiter Rainer Denz von der Kaufmännischen Schule Hall fünf Kollegen. Sie gehen entweder in Ruhestand oder wechseln aus familiären Gründen die Schule.

Seit 15 Jahren war Bärbel Haug an der Schule tätig, wenn auch zum Ende hin nur noch mit ein paar Stunden. Sie hat neben ihren Fächern Französisch und Religion vor allem in den letzten Jahren in der Schulaufsicht gearbeitet. Jetzt tritt sie an der Schule in den Ruhestand, aber offiziell hängt sie noch ein Jahr dran. Bärbel Haug bleibt noch aktiv als Fachberaterin, unterrichten wird sie jedoch nicht mehr.

Für fast alles zuständig bis auf den Hausmeisterjob

Karl-Heinz Rapp wurde 2004 aus Stuttgart an die Kaufmännische Schule versetzt. "Inzwischen vor einer gefühlten Ewigkeit", wie Schulleiter Rainer Denz ergänzte. "Dies hat sicher damit zu tun, dass er an der Schule nachhaltigst gewirkt und bleibenden Eindruck hinterlassen hat." Nach Studium der Theologie und Ausbildungsvikariat war Karl-Heinz Rapp als Lehrer an der Gutenbergschule in Stuttgart beschäftigt. Von 1993 bis 2000 wirkte Rapp als Seelsorger im Haller Diak, um 2001 als Schulleiter die evangelische Fachschule für Heilerziehungspflege zu leiten. "Als evangelischer Religionslehrer hat er unzähligen Schülern zum Abitur verholfen oder gezeigt, dass der Sinn des Lebens durchaus auch aus anderen Dingen wie Smartphone und Facebook bestehen kann", so der Schulleiter in seiner Laudatio auf Karl-Heinz Rapp.

Danach würdigte er Wolfgang Paulus, der 2007 an die Kaufmännische Schule kam. "Sie haben eigentlich bis auf den Job des Sicherheitsbeauftragten und des Hausmeisters alles in bewährter und engagierter Weise verrichtet", sagte Denz an Paulus gewandt. Eingesetzt war Wolfgang Paulus vor allem im Bankbereich. Nach acht Jahren überaus erfolgreicher Tätigkeit sei er nun aus privaten Gründen nach Ulm gewechselt.

Mit Harald Kochendörfer geht eine Institution der Kaufmännischen Schule in den Ruhestand, heißt es weiter in der Laudatio. 1980 habe er seine Lehrerkarriere als Referendar an der Schule begonnen. "Was Sie für unsere Schule geleistet haben, ist kolossal", bilanzierte Denz die Arbeit des beliebten Kollegen. Harald Kochendörfer war der Fachmann bei den Automobilkaufleuten und damit verbunden auch das Verbindungsglied zu den Betrieben. Er war Sicherheitsbeauftragter, Mitglied in der Schulkonferenz, Verkehrserziehungsverantwortlicher und Mentor. Er hat die Juniorfirma mitgeleitet, war Prüfer bei der IHK. "Und immer wenn es etwas zu organisieren gab, hat er entweder mitangepackt oder mit PKW oder LKW ausgeholfen und seine zahlreichen Beziehungen für die Schule eingesetzt", so der Schulleiter. Kochendörfer wird trotz Pensionierung der Schule noch ein wenig erhalten bleiben: Er wird nämlich seine "Automobiler" bis zur Abschlussprüfung begleiten.

Regine Braun, die ihr Referendariat erfolgreich abgeschlossen hat, verlässt die Kaufmännische Schule Schwäbisch Hall in Richtung Crailsheim, wo sie an der Gewerblichen Schule eine neue Herausforderung gefunden hat.