Ilshofen Front zur Straße wird abgerissen

Die Gebäudefront des ehemaligen Kreiskrankenhauses in Ilshofen, die zur Haller Straße steht und eine ockergelbe Fassade hat, wird abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Die Eingliederungshilfe des Landeswohlfahrtverbandes will als Mieter dauerhaft in dem Gebäude bleiben. Die Kosten für die Bauarbeiten trägt der Landkreis.
Die Gebäudefront des ehemaligen Kreiskrankenhauses in Ilshofen, die zur Haller Straße steht und eine ockergelbe Fassade hat, wird abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Die Eingliederungshilfe des Landeswohlfahrtverbandes will als Mieter dauerhaft in dem Gebäude bleiben. Die Kosten für die Bauarbeiten trägt der Landkreis. © Foto: Ute Schäfer
Ilshofen / Ute Schäfer 10.11.2018
Das alte Krankenhaus in Ilshofen kann seine Tage zählen. Ein Teil davon soll abgerissen werden. Die Gemeinderäte geben dazu ihr Einvernehmen. Die Umbaukosten trägt der Landkreis.

Der Träger kann die neuen Anforderungen im alten Gebäude nicht einhalten“, erklärt der Ilshofener Bürgermeister Martin Blessing, als er dem Gemeinderat die Pläne für den Neu- und Umbau des ehemaligen Kreiskrankenhauses vorstellte. Laut Landesheimbauverordnung sind in den Altersheimen im Land nämlich nur noch Einzelzimmer möglich. Im ehemaligen Krankenhaus an der Haller Straße betreut die Eingliederungshilfe innerhalb des Landeswohlfahrtsverbandes (LWV) behinderte Senioren zum Teil aber in Doppelzimmern, was jetzt den Umbau – beziehungsweise Abriss und Neubau – nötig macht. Träger des Bauvorhabens ist der Landkreis Schwäbisch Hall. Die Eingliederungshilfe ist Mieter und wolle das auch zukünftig bleiben, so Blessing. „Auf dem Grundstück ist es möglich, zweigeschossig zu bauen. Auch die Dachform soll in etwa so bleiben wie im alten Gebäude.“

Vom Prinzip her wird sich also nicht viel ändern, deshalb stimmte der Gemeinderat dem Bauvorhaben einstimmig zu. Die Ilshofener indes werden das alte Krankenhaus wohl vermissen, in dem einige von ihnen geboren worden sind. Bevor die Eingliederungshilfe nach umfangreichen Renovierungsarbeiten 2009 in das Gebäude zog, stand es einige Jahre leer. Für den Landeswohlfahrtsverband gab es damals einen auf vier Jahre befristeten Mietvertrag, obwohl der Träger immer schon betont hatte, sich auf Dauer in Ilshofen niederlassen zu wollen. Der befristete Mietvertrag ist mittlerweile in einen unbefristeten umgewandelt worden.

Der LWV ist mit offenen Armen in der Gemeinde empfangen worden, weil jeder froh war, dass das zuvor leerstehende Gebäude wieder mit Leben gefüllt werden sollte. So ist es kein Wunder, dass sich bald ein Freundeskreis bildete. Die Mitglieder nehmen die Bewohner zum Beispiel zum Gottesdienst mit oder unternehmen andere Ausflüge mit ihnen. Immer beliebt: die Fahrt auf die Muswiese. Überhaupt sind die Kontakte zwischen Heim und Gemeinde vielfältig. Das Sommerfest und der Kinoabend gehören zum Ilshofener Jahreslauf mittlerweile genauso dazu wie die ganz besonderen Lesungen im leeren Schwimmbad des Heims.

Der Abriss des vorderen Gebäudes hat im übrigens nichts mit den Plänen zu tun, die das Gartengrundstück dahinter betreffen. Dort will ein Investor Wohnungen bauen. „Diese Pläne sind in der Mache“, so Blessing. „Derzeit wird der Bebauungsplan fertig gestellt.“

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