Untermünkheim Gerümpelturnier auf den Enslinger Genswosen

Tura-Spieler Kebba Fadera (links) tritt mit seiner Mannschaft Gambia auf den Genswosen an – und landet mit ihr auf Platz zwei.
Tura-Spieler Kebba Fadera (links) tritt mit seiner Mannschaft Gambia auf den Genswosen an – und landet mit ihr auf Platz zwei. © Foto: Oliver Färber
Untermünkheim / Oliver Färber 07.08.2018
Zum 32. Mal kommen Fußballfans zum Gerümpelturnier auf den Enslinger Genswosen zusammen. Es geht aber nicht nur um den Sport - auch um Spaß mit Freunden.

Gemütlich sitzt Horst Marlok am frühen Samstagabend am Spielfeldrand der Enslinger Genswosen. Mehrere Gäste hat er um sich geschart. In der Hitze stoßen sie mit kühlenden Getränken an. Der Mitorganisator der alten Garde des traditionellen Genswosen Gerümpelturniers lässt es mittlerweise etwas ruhiger angehen, hat die meisten Aufgaben bereits an die nächste Generation weitergegeben.

Eigentlich halte er die Hand noch über den Genswosen Seniorscup, bei dem Spieler über 32 Jahre antreten können. „Es ist schade, dass es ihn dieses Jahr nun doch nicht mehr gibt“, meint Marlok. Er war für den Samstag von 14 bis 21 Uhr eingeplant gewesen – das Endspiel sogar unter Flutlicht. Doch es hätten sich zu wenige Mannschaften gemeldet, um ein Turnier in dieser Kategorie durchzuführen. „Dafür konnten wir beim Hauptturnier aufstocken“, fügt er hinzu.

Dabei besteht eine Mannschaft aus fünf Feldspielern und einem Torwart. Weil es ein Gerümpelturnier ist und dabei viele Hobbyfußballer mitspielen, gibt es eine Regel: Nur drei aktive Spieler dürfen gleichzeitig auf dem Feld sein.

Einer davon ist sicher Kebba Fadera. Er spielt normalerweise beim Tura Untermünkheim. Sein Team zeigt deutlich, dass im Kochertal auch Integration ernst genommen wird. Der Gambier ist mit einer Mannschaft angetreten, die nur aus Landsleuten besteht. Sie nennt sich auch im Turnier schlicht „Gambia“. Gerade treten sie gegen ein örtliches Team an. „Die sind gar nicht schlecht, die Jungs“, meint Marlok, nachdem er ein paar Spielzüge beobachtet hat. Am Ende sind die Afrikaner sogar so erfolgreich, dass sie im Endspiel landen. Gegen das Team „Meine Eier“ unterliegen sie knapp mit 2:3.

Marlok freut sich aber darüber, dass nicht nur Fußballspieler gekommen sind. „Auch lebensältere Mitbürger, die nicht mehr spielen“, sagt er mit einem Schmunzeln auf den Lippen und stößt den Mann neben sich an. Er und die anderen am Tisch traten früher als Filstalexpress beim Turnier an. Auch wenn sie wegen des Alters nicht mehr antreten, reisen sie jedes Jahr wieder aus Göppingen an. „Weil hier die Leute so nett sind, Witz und Charme haben“, meint Theo Nuss. Darauf muss die Gruppe einfach nochmals anstoßen.

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