Schwäbisch Hall Freilichtspiele Hall: Freundeskreis tagt - Sindia Ziehl neu im Vorstand

Der Vorstand des Freundeskreises (von links): Claus Detjen, Saskia Fürstin zu Hohenlohe-Langenburg, Sindia Ziehl und Ben Willikens.
Der Vorstand des Freundeskreises (von links): Claus Detjen, Saskia Fürstin zu Hohenlohe-Langenburg, Sindia Ziehl und Ben Willikens. © Foto: Jürgen Weller / Freilichtspiele Hall
Schwäbisch Hall / BETTINA LOBER 25.11.2014
Die Theaterpädagogik der Freilichtspiele Hall steht auf stabilen Füßen. Nun will sich der Freundeskreis eines neuen Themas annehmen. Künftig soll es um Marketing gehen, so der Beschluss der Mitgliederversammlung.

Die Gesellschaft der Freundinnen und Freunde der Freilichtspiele Schwäbisch Hall zählt 250 Mitglieder. Sie verstehen sich als Botschafter für die Freilichtbühne, die 2015 ihr 90-Jahr-Bestehen feiert. Nachdem Frieder Birzele aus gesundheitlichen Gründen als Vorstandsmitglied nicht mehr zur Verfügung stand, ist die vakante Position am Freitag bei der Mitgliederversammlung im Adolf-Würth-Saal der Kunsthalle Würth in Hall wieder besetzt worden. Die 37-jährige Sindia Ziehl ist Mutter von zwei Kindern, selbstständige Diplom-Wirtschaftsjuristin und stellt sich vor: "Ich bin von Herzen Hallerin und hänge ganz arg an den Freilichtspielen."

Bei rund 20.000 Euro steht das Konto des Freundeskreises. Allein das Engagement um Freundeskreismitglied Gisela Breitschwerdt, die gemeinsam mit anderen Frauen die Bewirtung mit selbst kreierten Suppen beim Winterprogramm stemmt, hat 1800 Euro für die Kasse gebracht. Jutta Parpart von der Geschäftsstelle der Freilichtspiele dankt auch anderen Mitgliedern für spontane Hilfe.

Ziel: Mehr Besucher gewinnen

Bislang hat der Verein vor allem die theaterpädagogische Arbeit der Freilichtspiele unterstützt. Für die nächsten zwei Jahre könne die Theaterpädagogen-Stelle über Landesmittel gesichert werden, erklärt Parpart. Der Freundeskreis könne sich weiteren Projekten widmen, sagt Saskia Fürstin zu Hohenlohe-Langenburg, Präsidentin der Gesellschaft. Es soll um die Entwicklung des Marketings gehen. Das Ziel sei, mehr Besucher auch aus der Ferne für die Freilichtspiele zu gewinnen, erklärt Claus Detjen vom Vorstand des Freundeskreises und empfiehlt "professionelle Marketingmaßnahmen". Der Markt müsse analysiert werden: "Es gibt noch zu wenig Kenntnisse über die Herkunft und Wünsche der Zuschauer." Bisherige Analyse-Projekte von Studierenden seien keine professionellen Untersuchungen gewesen, sagt Jutta Parpart, das Zahlenmaterial "ungenau" und "oft gefühlt". Man brauche Profis.

Die Zuschauerzahlen stagnieren oder gehen zurück, die Konkurrenz wachse. Die Freilichtspiele müssen mindestens 60 Prozent ihrer Kosten aus Zuschauer-Einnahmen generieren, betont Halls Oberbürgermeister Hermann-Josef Pelgrim. Intendant Christoph Biermeier berichtet vom Treffen mit Intendanten aus anderen Festspiel-Orten. Der Tenor auch dort: "Wir wissen zu wenig über unser Publikum." Die Mittel des Freundekreises sollen nicht "blind" zur Verfügung gestellt werden. Der Vorstand kontrolliere, erklärt Fürstin Saskia. Zunächst gehe es um eine generelle Zielformulierung, das Marketing zu unterstützen. Mit sieben Enthaltungen einigen sich die anwesenden 60 Mitglieder auf das Ziel.

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