Freilichtspiele Freilichtspiele Hall verzeichnen „hervorragendes Ergebnis“

Schwäbisch Hall / Marcus Haas 25.08.2018
Intendant Christian Doll und der erste Vorsitzende Hermann-Josef Pelgrim ziehen positive Bilanz zur Saison 2018. Insgesamt kamen mehr als 60.000 Besucher.

Gestern Abend endet ein sonnenverwöhnter Festspielsommer mit der musikalischen Revue „In der Bar zum Krokodil – Ab in die wilden 20er“ auf der Großen Treppe. „Diese Vorstellung dazugerechnet, werden wir ein hervorragendes Ergebnis von insgesamt über 61.000 Besuchern erzielen“, macht OB Pelgrim bereits nachmittags bei der Pressekonferenz zur Saison 2018 im Rathaus deutlich.

Kalkuliert wurde mit 58.000 Zuschauern. Der Vorsitzende der Freilichtspiele nennt Zahlen, um das Ergebnis einzuordnen. Die Freilichtspiele erzielten in den vergangenen Jahren im Schnitt ein Ergebnis von rund 62.500 Besuchern, davon 45.000 an der Großen Treppe. „In dieser Saison sind es 52.000 Besucher an der Großen Treppe“, erklärt Pelgrim. Der Rest verteilt sich vor allem auf Theaterspaziergang und Familienstück. Die zweite Spielstätte Globe-Theater fehlte in dieser Saison.

„Es war ein heißer Sommer, ideal für die Freilichtspiele. Wir haben keine Vorstellung abbrechen müssen“, sagt Doll. Dem Intendanten wird etwas melancholisch zumute, weil die Saison nun endet, aber aus künstlerischer sowie wirtschaftlicher Sicht ist er „glücklich mit dem Ergebnis“. 200 Mitarbeiter waren insgesamt im Einsatz, davon 40 professionelle Darsteller aus sieben Nationen. Publikumsrenner war das Tanzmusical „Saturday Night Fever“ mit über 22.000, gefolgt von der „Bar zum Krokodil“ mit 14.000 Besuchern. Auch der Klassiker „Wilhelm Tell“ erzielte mit 9500 Besuchern „sehr gute Resonanz“.

Die guten Besucherzahlen spiegeln sich auch in der Kasse wider. „Wir werden auf jeden Fall eine schwarze Null erreichen“, sagt der Intendant zu seiner zweiten Saison, nach dem Euro-Minus im niedrigen 100.000er-Bereich aus der ersten Spielzeit. Die Freilichtspiele brauchen rund 2,8 Millionen zur Finanzierung einer Spielzeit und müssen nach Abzug der Fördermittel von Stadt, Land sowie dem Erhalt von Spenden noch rund 1,7 Millionen Eigenmittel erwirtschaften. Dieser Schwung soll in die Saison 2019 mit dem neuen Globe-Theater mitgenommen werden.

„98,4 Prozent der Aufträge an Baufirmen sind vergeben“, sagt Pelgrim zum aktuellen Stand. Das neue Gebäude soll 2018 fast fertig und zum Jahreswechsel an die Freilichtspiele übergeben werden. Die Kosten gibt der Vorsitzende zwischen 9 und 9,5 Millionen Euro an. 4,5 Millionen Euro schießt die Stadt zu, 1 Million Euro das Land und über eine Million an Spendengeldern sind bislang eingegangen. Der Rest wird über eine Bürgschaft finanziert. „Wir sind begeistert von dem Gebäude. Das ist für die Stadt ein Jahrhundertprojekt“, sagt Jutta Parpart. Die Geschäftsführerin der Freilichtspiele betont, dass Sponsoren willkommen sind – umso niedriger wird die Bürgschaft.

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