Braunsbach Freiheit und Auferstehung

Elisabeth Quirbach spricht über Ostern und das Pessachfest.
Elisabeth Quirbach spricht über Ostern und das Pessachfest. © Foto: Oliver Färber
Braunsbach / OLIVER FÄRBER 14.04.2015
Saisonauftakt im Simon-Berlinger-Haus: Mit dem Vergleich des christlichen Osterfestes mit dem jüdischen Pessachfest hat das Braunsbacher Rabbinatsmuseum seine neue Saison eröffnet.

Elisabeth Quirbach, Vorsitzende des Fördervereins Kultur im Rabbinat, hat sich vorbereitet: Auf dem Tisch vor ihr brennen zwei Kerzen, und es stehen weitere typische Utensilien dort, für das jüdische Pessachfest: koscherer Wein, Salzwasser, verschiedene Gemüsesorten sowie Sederessen, ein Gericht aus geriebenen Äpfeln, Nüssen, Mandeln und Zimt. Rund ein Dutzend Interessierte sind gekommen, um sich zu informieren. Beim Pessachfest lesen die Teilnehmer auch in der Hagga - ein Buch, in dem der Ablauf des Festes beschrieben ist.

"Im Herbst beginnt das jüdische Jahr. Im Jüdischen gibt es einen anderen Kalender", erklärt Quirbach Grundsätzliches. Dass das Pessachfest eine Woche gefeiert wird, unterscheidet es von Ostern. Das Wort Pessach komme wohl von einem hebräischen Berg, bedeute - frei übersetzt - "abprallen". "Streng orthodoxe Juden reisen dann nach Jerusalem." Gefeiert werde bei dem Fest die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten. "Es geht um Freiheit", zieht Quirbach eine Parallele zu Ostern - bei dem christlichen Fest geht es um die Überwindung des Todes.

Katharina Henne ist aus Künzelsau zum Vortrag gekommen. "Wir machen ein Referat in der Schule", erzählt sie. Sie suche nun beim Rabbinatsmuseum Material dafür.

Info Bis Ende Oktober ist die Dauerausstellung wieder jeden zweiten und vierten Sonntag im Monat von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Am Sonntag, 19. April, ist das Museum ab 15 Uhr offen. Ab 16 Uhr liest Titus Simon aus seinem neuen Roman "Kirmeskind", und Erich Beisswenger begleitet dies musikalisch. Platzreservierungen unter E-Mail rabbinatsmuseum@braunsbach.de oder Telefon (07906) 8512.