Schwurgericht Heilbronn Fokus auf versuchten Totschlag

Heilbronn/Untermünkheim / Eleonore Heydel 01.12.2018

Im Heilbronner Schwurgerichtsprozess gegen einen 42-Jährigen, dem neben versuchtem Totschlag vorgeworfen wurde, seine Frau im Februar dieses Jahres in Untermünkheim vergewaltigt zu haben (wir berichteten), ist die Anklage eingeschränkt worden. Der Vorwurf der Vergewaltigung wurde im Hinblick auf das nachfolgende versuchte Tötungsdelikt fallen gelassen.

Seine inzwischen geschiedene 34-jährige Ehefrau hat als Zeugin die angebliche Vergewaltigung in ihrer damaligen Untermünkheimer Wohnung widersprüchlich geschildert. Der Angeklagte selbst bestritt von Anfang an, seine getrennt lebende Ehefrau in ihrer Wohnung zum Geschlechtsverkehr gezwungen zu haben. Dagegen gilt eine Verurteilung des 42-Jährigen wegen versuchten Totschlags als sicher. Nach einem gemeinsamen Anwaltsgespräch in Heilbronn hatte der Mann am 15. März dieses Jahres seine Ehefrau in ihrem Auto mit einer stählernen Anreißnadel schwer verletzt. Passanten konnten ihn, der wie von Sinnen gewesen sein soll, von der Frau wegziehen. Sie hielten den türkischen Staatsbürger fest, bis die Polizei eintraf. Die Kammer will am 11. Dezember urteilen.

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