Schwäbisch Hall Flugzeugunglück: Hinweise zu Identitäten der Piloten

Schwäbisch Hall / pol 16.04.2018
Die Polizei gibt am Tag nach dem Unglück eine Bestandsaufnahme. Sie hat Hinweise zur Identifikation der Toten gefunden.

Die Arbeiten an der Unfallstelle, reichten bis in die Nacht hinein, wurden dann unterbrochen und werden im Laufe des Montags fortgeführt. Am Sonntagnachmittag sind zwei Flugzeuge kollidiert und abgestürzt - mindestens zwei Menschen sind gestorben. Die Unfallstelle befindet sich etwa 600 Meter östlich des Adolf-Würth-Airports, das Trümmerfeld erstreckt sich über mehrere hundert Meter.

Unfallstelle war erst verzögert zu erreichen

Ein gefahrloses Herantreten bzw. die eigentlichen Arbeiten an den total zerstörten Flugzeugwracks konnten erst beginnen, nachdem Spezialisten des Landeskriminalamts die Zündvorrichtungen der Rettungsfallschirmsysteme entschärft hatten. Dies gelang noch vor Mitternacht, sodass dann zwei tote Personen geborgen werden konnten.

Hinweise auf weitere Personen in den Fluggeräten liegen bislang nicht vor.

Anhaltspunkte auf Piloten-Identitäten

Es gibt Anhaltspunkte auf die Identität der beiden Verstorbenen, die Identifizierungsmaßnahmen sind jedoch noch nicht abgeschlossen.

Es könnte sich demnach im Ultraleichtflugzeug um einen 76 Jahre alten Mann aus dem Landkreis Heilbronn und im Sportflugzeug um einen 74 Jahre alten Mann aus dem Raum Stuttgart gehandelt haben. Der 74-Jährige startete wohl von Stuttgart aus, der 76-Jährige in Regensburg. Beide wollten in Schwäbisch Hall landen, wobei es den ersten Erkenntnissen nach im Landeanflug zum Zusammenstoß kam. Die Ursache hierfür ist noch nicht bekannt und nun zentraler Gegenstand der Ermittlungen.

Flugbehörde untersucht Ursache

Die Ursachenforschung wird heute zusammen mit den Spezialisten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung fortgeführt. Die Sicherungsmaßnahmen am Trümmerfeld sowie die Bergung der beiden Flugzeuge stehen ebenfalls noch aus.

Die Schadenshöhe beträgt ersten vorsichtigen Schätzungen nach mehrere hunderttausend Euro.

Zeugen sollen sich melden

Bislang gingen einige Zeugenhinweise ein. Es werden immer noch eine Gruppe Jugendlicher oder junger Erwachsener gebeten sich zu melden, welche sich zum Unglückszeitpunkt in der Nähe der Absturzstelle befanden und sich nach dem Eintreffen der Einsatzkräfte entfernten.

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