Schwäbisch Hall Flüchtling nach Brand in Haller Heim entlastet

Schwäbisch Hall / WD 13.04.2015

Nach dem Brand im Asylbewerberheim im Steinbeisweg vor gut einem Monat stand ein 38 Jahre alter Bewohner unter dringendem Tatverdacht. Er soll das Feuer gelegt haben, war unmittelbar nach dem Feuer von der Polizei zu hören. Inzwischen ist der Tatverdacht gegen den Mann nicht mehr dringend, teilt der Pressesprecher des Polizeipräsidiums Aalen, Klaus Hinderer, mit.

Mittlerweile liegt ein rechtsmedizinisches Gutachten vor, dass sich mit den schweren Verletzungen des 38-Jährigen befasst. "Die Hautverletzungen, die der Mann hatte, ließen nicht auf Hitzeeinwirkung schließen", so Hinderer. Das Gutachten habe den Tatverdacht etwas reduziert. Der Verdacht selbst bestehe aber immer noch. Der Mann ist nach der Haftprüfung aus der Untersuchungshaft entlassen, äußert sich aber nicht. Zum Zeitpunkt der Tat war der 38-Jährige betrunken.

Der Schaden, den der Brand verursacht hat, ist sehr viel höher als angenommen. Erst ging die Polizei von 5000 Euro aus, mittlerweile spricht sie von 60000 Euro. Das liegt wohl vor allem an nötigen Schönheitsreparaturen.

Der Brand wurde laut Hinderer mit großer Wahrscheinlichkeit im Haus gelegt. Auf einen rechtsextremistischen Hintergrund der Tat gebe es laut Polizeiangaben keine Hinweise. Bei dem Brand in der Nacht zum 8. März wurden sieben Menschen verletzt. Unter ihnen waren auch zwei Kinder.