Zuchtviehauktion Landwirtschaft: Flotter Verkauf, weniger Erlös

An der Spitze der Fleckvieh­-Jungkühe: eine Siwil-Tochter.
An der Spitze der Fleckvieh­-Jungkühe: eine Siwil-Tochter. © Foto: Dieter Kraft
Ilshofen / swp 11.08.2018
Beim Verkauf macht sich die angespannte Futter­situ­ation in Norddeutschland bemerkbar.

Bei der Zuchtrinder- und Nutzkälberauktion der Rinderunion in Ilshofen kamen 30 Jungkühe, eine Zweitkalbskuh sowie 408 Kälber zum Verkauf. Sowohl bei den Jungkühen als auch bei den Kuhkälbern gestaltete sich der Marktverlauf flott, aber bei leicht nachgebenden Preisen. Die Fleckviehbullenkälber trafen auf eine verhaltenere Nachfrage und gaben im Preis nach.

Bei den Holsteins sah es so aus: Die von Familie Weidner aus Künzelsau-Steinbach angebotene Booman-Tochter leistete 37,5 Kilogramm Milch bei fehlerfreiem Exterieur und erlöste 1520 Euro.

Fleckvieh: Die 30 Jungkühe leisteten im Durchschnitt 29,8 Kilo Milch. An der Spitze stand eine hervorragende  Siwil-Tochter mit 31 Kilo Milch und Trächtigkeitsgarantie von Familie Schmid aus Hüttlingen-Mittellengenfeld. Sie erlöste mit 1980 Euro den Tageshöchstpreis. Preislich folgte unter anderem  eine Wille-Tochter von Familie Stier aus Untermünkheim-Schönenberg. Bis auf ein Tier wechselte die gesamte Kollektion für durchschnittlich 1555 Euro den Besitzer.

Die 65 angebotenen Kuhkälber trafen auf eine gute Nachfrage und erlösten netto 3,40 Euro je Kilo Lebendgewicht bei einem Durchschnittsgewicht von 79 Kilogramm.

Mit 341 Tieren war der Auftrieb bei den Bullenkälbern stärker als in den vergangenen Monaten. Dabei wirkte sich die zum Teil sehr angespannte Futtersituation in den Bullenmastregionen Norddeutschlands negativ auf die Nachfrage und somit auch auf den Preis aus. Gute junge Kälber im Gewichtsbereich von 65 bis 85 Kilo erlösten meist noch über 6 Euro je kg. Die nächste Auktion in Ilshofen ist am Donnerstag, 30. August (Großvieh und Kälber Holsteins und Fleckvieh).

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