Schwäbisch Hall Fischwilderei: Am Kocherufer schwarz geangelt

ELEONORE HEYDEL 21.11.2013
Wegen Fischwilderei muss ein 31-Jähriger eine Geldstrafe von 250 Euro zahlen. Seine beschlagnahmten Angeln plus Zubehör erhält er nicht zurück.

Am 9. September letzten Jahres wurde der angeklagte Mann in Ottendorf am Kocherufer beim Angeln beobachtet. Es stellte sich heraus: Er besaß weder Angelschein (Fischereischein) noch Angelkarte (Gewässerschein). Vier Angelruten mit Zubehör hatte er an den Fluss mitgebracht. In einem abgestellten Wassereimer neben ihm schwammen zwei lebende Fische.

Das Amtsgericht erließ wegen Fischwilderei einen Strafbefehl über eine Geldstrafe von zehn Tagessätzen zu 25 Euro, also 250 Euro. Der Schwarzangler legte Einspruch ein. Er wollte seine polizeilich sichergestellte Angler-Ausrüstung zurückhaben. Zur Verhandlung vor dem Haller Amtsgericht, die jetzt anberaumt war, erschien er aber nicht. Möglicherweise war ihm die Anreise zu weit. Er wohnt inzwischen in der Nähe von Hamburg.

Auf Antrag des Staatsanwalts wurde sein Einspruch gegen den Strafbefehl verworfen. Der 31-Jährige muss die Strafe zahlen und bekommt auch die beschlagnahmten Angeln nicht zurück. Was mit den beiden Fischen passiert ist, wurde vor Gericht nicht bekannt.