Partei Finanziert vom Land und von Spenden

Im neuen Parteibüro.
Im neuen Parteibüro. © Foto: wd
wd 05.12.2017

Über dem Buffet hängen Plakate an den Wänden, auf denen steht, was die Partei Die Linke fordert: „Mehr Personal in Pflege und Gesundheit“, „Kinder vor Armut schützen“, „Abrüsten“, „Millionäre besteuern“. Am Eingang liegen Eintritts­erklärungen, auf dem Tisch brennen weiße Kerzen.

Die Linke eröffnete am Samstagmittag ihr neues Parteibüro in der Langen Straße 36 in Hall. Die neu in den Bundestag gewählte Jessica Tatti aus Reutlingen hält eine Rede und spricht etwa über „anständige Löhne“ und den „Stopp von Waffenexporten“. Heidi Scharf, in Hall wohnende Landessprecherin der Linken, fordert, dass sich die Linken stärker in der Haller Kommunalpolitik engagieren sollen. Den Haller Gemeinderat bezeichnet sie als „Abnickverein“. Sie sagt auch, dass das neue Haller Parteibüro der Linken mit etwa 60 Prozent vom Land und mit 40 Prozent über Spenden finanziert werde. Einmal in der Woche solle es fest besetzt sein, auch um Bedürftigen Hilfestellung zu geben. Rechtsberatung aber werde es nicht geben.

Auch Günter Hasenfuss, früherer Haller Stadtrat für die Alternative Liste, ist ein Gast der Büro-Eröffnungsfeier. Er animiert dazu, ein Bürgerbegehren gegen den geplanten Bau eines Veranstaltungszentrums auf dem Karl-Kurz-Areal zu starten. Dieses werde „ein dickes Defizit“ haben.

Der Linken-Kreisverband Schwäbisch Hall/Hohenlohe hat 73 Mitglieder, der Landesverband knapp 3500.