Schwäbisch Hall Finanzämter verteilen Aufgaben zwischen Hall und Crailsheim neu

Die Steuererklärung auf Papier kostet Zeit. Wer sie elektronisch verschickt, spart auch dem Amt Arbeit. Foto: dpa
Die Steuererklärung auf Papier kostet Zeit. Wer sie elektronisch verschickt, spart auch dem Amt Arbeit. Foto: dpa
SIGRID BAUER 21.11.2013
Seit 1. Oktober sind Bereiche der beiden Standorte des Haller Finanzamts anders verteilt. Auf Bearbeitungszeiten habe das kaum Auswirkungen.

Nur in geringem Umfang habe sich die Umorganisation bei der Bearbeitung der Steuerklärungen bemerkbar gemacht, versichert die Chefin des Finanzamtes Ruth Kierspel. Aus Bemerkungen von Steuerberatern unter der Hand lässt sich aber schließen, dass die Umstrukturierung doch nicht ganz reibungslos lief.

Die Vorgänge dauerten durchaus länger als sonst, ist etwa aus der Haller Steuerkanzlei Gulde, Mielke und Partner zu hören. "Nicht erschreckend" verzögert sei es, schränkt Sven Mielke auf Anfrage ein. Denn insgesamt gehe alles zügiger über die Bühne, seitdem die Steuererklärungen elektronisch übermittelt werden, stellt der Steuerberater klar. Je nach Teilgebiet gebe es aber immer Fälle, bei denen es länger geht. Etwas stärkere Verzögerungen durch den internen Umzug von Akten räumt Kierspel bei der Veranlagung der Personengesellschaften (wie GmbHs und Kommanditgesellschaften) und Körperschaften ein. Zu denen gehören auch eingetragene Vereine. "Wir sind bemüht, den Zeitausfall aufzuholen", erklärt die Finanzexpertin. Die Bearbeitung sei jetzt zentral in Hall angesiedelt, während vorher relativ kleine Arbeitseinheiten sowohl auf Hall als auch auf Crailsheim verteilt waren, erklärt sie. Auch die Vollstreckung, also die Stelle, die nicht bezahlte Steuern einfordert, befindet sich jetzt zentral in Hall.

Die Außenstelle Crailsheim übernimmt im Gegenzug sämtliche Steuerfälle aus land- und forstwirtschaftlichen Einkünften. Außerdem bearbeiten die Crailsheimer neuerdings einen Teil der Steuererklärungen von Privatpersonen. Bisher war das Aufgabe der Haller Mitarbeiter.

Nach außen sei das nicht spürbar, stellt die Amtsleiterin klar. Zum Teil seien die Mitarbeiter an den neuen Arbeitsplatz gezogen, zum Teil seien sie in anderen Bereichen untergekommen. Insgesamt habe Crailsheim jetzt drei oder vier Mitarbeiter mehr. Wie viele Stellen das ausmache, könne sie nicht sagen, weil sie oft in Teilzeit besetzt sind.