Vögel Fest für Untermünkheimer Storchen

Landes-Storchenbeauftragte Ute Reinhard (Bildmitte) im fiktiven Dialog mit einem der Zugvögel, in dessen Kostüm Festinitiatorin Marion Schön geschlüpft ist. Die Besucher lauschen dem Interview im Garten der Traube.
Landes-Storchenbeauftragte Ute Reinhard (Bildmitte) im fiktiven Dialog mit einem der Zugvögel, in dessen Kostüm Festinitiatorin Marion Schön geschlüpft ist. Die Besucher lauschen dem Interview im Garten der Traube. © Foto: Oliver Färber
Untermünkheim / Oliver Färber 30.07.2018
Gleich gegenüber dem Nest wird gefeiert: Während die Jungvögel neugierig herüber schauen, steigt im Garten der Untermünkheimer Traube das Storchenfest.

Unter den schattenspendenden Bäumen im Garten der Untermünkheimer Gaststätte Traube lässt es sich trotz der Hitze am Freitag aushalten. Der Nachmittag steht ganz im Zeichen der Zugvögel, die sich das Rathausdach gleich gegenüber als Sommerdomizil gesucht haben.

Drunten, auf der anderen Seite der Ortsdurchfahrt, zeigen sich die menschlichen Untermünkheimer kreativ. Die Bäckerei Krimmer hat extra Storchenbrownies gebacken, Traubenwirtin Solveig Kübler und ihr Team servieren zur Erfrischung einen Storchencocktail. Das Popcorn wird kurzerhand zu Storcheneiern. Wer beim Fest war, kann das allen kund tun: Es gibt vor Ort hergestellte Anstecker, auf dem einer der schwarz-weißen Tiere abgebildet ist.

Storchenbeauftragte fragt nach

Und wo diese Vögel sind und gefeiert werden, da darf auch Ute Reinhard nicht fehlen. Sie ist die Weißstorchbeauftragte des Landes Baden-Württemberg, hat den Untermünkheimer Nachwuchs bereits beringt. Informationen über die Tiere bringt sie auf besondere Weise an die Interessierten: Gemeinsam mit Initiatorin Marion Schön, die sich in ein Storchenkostüm geworfen hat, spielt sie ein Interview mit Herrn Adebar nach. Dabei kommt das Geklapper als Antwort auf die Fragen von einer Kassette, und Reinhard übersetzt es ins Deutsche. Selbst die – echten – Störche gegenüber reagieren auf die Geräusche vom Band und drehen immer wieder ihre Köpfe.

„Seine Frau verrät ihm nicht, wie alt sie ist. Sie trägt ja nicht mal einen Ring“, lautet die fiktive Antwort von Herrn Adebar nach dem Untermünkheimer Weibchen gefragt und die Besucher schmunzeln. Auch dass seine Kinder noch üben müssen, bis sie richtig fliegen können, erklärt er. „Dass sie fliegen lernen, ist aber wichtig, weil wir müssen bald weg“, klappert der Storch und spricht durch Reinhard. Schließlich sei es so, dass „die Jungen mit uns Alten bald nichts mehr zu tun haben wollen“. Auch welche Strecke die hiesigen Störche gen Süden nehmen, ist zu erfahren: Sie fliegen über Spanien und Gibraltar nach Afrika.

Viele Helfer am Start

„Kommt ihr denn wieder nach Untermünkheim zurück?“, will die Storchenbeauftragte wissen. Der Vogel verbeugt sich. Aber letztendlich hänge das auch vom Weg und dem Angebot an Nahrung auf dem Rückweg ab.

Schön freut sich darüber, dass viele Besucher gekommen sind. Schließlich kommt der Erlös dem Kindergarten zu Gute. Sie ist auch dankbar dafür, dass gleich so viele Helfer die Idee unterstützt haben.

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