Schwäbisch Hall Ferne Klänge aus frühen Zeiten

Schwäbisch Hall / SWP 18.11.2014
Musikalische Raritäten erklingen am Sonntag, 23. November, in der Michaelskirche. Die Kantorei singt Werke aus Renaissance und Frühbarock.

"Frühe Zeiten - ferne Klänge", heißt das Programm mit selten zu hörenden Werken der Frührenaissance und des Frühbarock. Es erklingen Teile eines Requiems (Missa pro defunctis) von Johannes Ockeghem (1410-1497), das geistliche Lied "Ich wollt, das ich daheime wär" von Heinrich von Lauffenberg (1390-1460) für Chor und Streicherconsort und drei mehrchörige Werke von Heinrich Schütz (1585-1672), nämlich Psalm 84 "Wie lieblich sind deine Wohnungen" für zwei vierstimmige Chöre und Basso continuo, "Saul, was verfolgst Du mich" für sechsstimmigen Favoritchor, zwei vierstimmige Capellchöre, zwei Obligatinstrumente und Basso continuo und Psalm 24 "Domini est terra" für zwei vierstimmige Favoritchöre, zwei vierstimmige Capellchöre, dreizehn Obligatinstrumente und Basso continuo. Die Ausführenden sind die Kantorei St. Michael und das Orchester an St. Michael. Die Leitung hat Kurt Enßle.

Ockeghems Missa pro defunctis ist die älteste teilweise erhaltene mehrstimmige Vertonung des Requiem-Textes der altkirchlichen Liturgie. Heinrich von Lauffenberg war Priester und Autor in der Schweiz und Südwestdeutschland. Sein umfangreiches Werk ging beim Brand der Straßburger Stadtbibliothek 1870 weitgehend verloren. Die mehrchörigen Werke von Heinrich Schütz bilden einen Höhepunkt frühbarocker Kompositionskunst im protestantischen Deutschland.

Info Das Konzert beginnt am Sonntag, 23. November, um 18 Uhr. Karten unter Telefon 0791/7483. Die Abendkasse ist ab 17 Uhr geöffnet.