Krankenstand Fehlzeiten am Arbeitsplatz konstant

Die Krankmeldung des Arztes wird in doppelter Ausführung ausgestellt – eine bekommt die Krankenkasse, eine der Arbeitgeber.
Die Krankmeldung des Arztes wird in doppelter Ausführung ausgestellt – eine bekommt die Krankenkasse, eine der Arbeitgeber. © Foto: AOK
Schwäbisch Hall / swp 12.09.2018
Die AOK Heilbronn-Franken legt Zahlen zur Arbeitsunfähigkeit für das erste Halbjahr 2018 vor. Die Grippewelle bildet sich in dieser Erhebung deutlich ab. Orthopädische Beschwerden häufigste Ursache.

Der Krankenstand der AOK-Versicherten in der Region Heilbronn-Franken ist in den ersten sechs Monaten 2018 leicht gestiegen. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2017 ging er von 5,5 auf 5,7 Prozent nach oben. Im Kreis Schwäbisch Hall waren die Fehlzeiten allerdings mit 5,5 Prozent unverändert zum Vorjahr.

Ursächlich für die Entwicklung sei die Grippewelle Anfang des Jahres gewesen, schreibt die AOK in einer Pressemitteilung. Im Februar wurde mit 7,4 Prozent der höchste Wert bei den Fehlzeiten erreicht.

Mehr Atemwegserkrankungen

Mit 17,4 Prozent der Krankheitstage legten wenig überraschend die Atemwegserkrankungen als Einzige mit 2,3 Prozent deutlich zu und nahmen damit Platz zwei in der Statistik ein. Vorn platziert waren mit 21,2 Prozent (2017: 22,5) orthopädische Beschwerden, auf Rang drei lag diesmal unverändert der Diagnosebereich Psyche mit 10 Prozent, gefolgt von Verletzungen mit 9,7 Prozent (10,1).

Das gleiche Bild zeigt sich in der Region Heilbronn-Franken, wenn man die Verteilung der Krankheitsarten nach Fallzahlen betrachtet. Auch dort rangierten Beschwerden der Atemwege mit 27,9 Prozent (2017: 26,0) vor Muskeln und Skelett mit 14,2 Prozent (14,8), Verdauung mit 7,3 Prozent (7,7) und Verletzungen mit 6,5 Prozent (6,8).

Mindestens einmal krank

Insgesamt meldeten sich 51,1 Prozent aller Beschäftigten im ersten Halbjahr 2018 mindestens einmal krank, im gleichen Vorjahreszeitraum waren es noch 50,0 Prozent, so die Krankenkasse. Die durchschnittliche Krankheitsdauer pro Fall lag in der Region im ersten Halbjahr 2018 bisher bei 9,9 Kalendertagen.

Info Die Zahlen der AOK gelten als repräsentativ, da sie mit gut 43 Prozent aller Versicherten die größte Krankenkasse des Landes ist.

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Arbeitsunfähigkeitsmeldungen kamen im ersten Halbjahr auf 100 AOK-Versicherte in Heilbronn-Franken. Im Kreis Schwäbisch Hall waren es 101,7.

Chefs sind selten krank

Die Branche „Energie und Wasser“ hatte mit 6,6 Prozent den höchsten Krankenstand in der Region, gefolgt von „Gesundheits- und Sozialwesen“, „Öffentliche Verwaltung/Sozialversicherung“ und dem verarbeitenden Gewerbe mit jeweils 6,2 Prozent. Der niedrigste Wert wurde mit 3,4 Prozent in der Land- und Forstwirtschaft ermittelt.

Nach Berufsgruppen untergliedert lagen die Angestellten in industriellen Gießereien mit 20,2 Fehltagen pro Versichertem im ersten Halbjahr vor den Straßen- und Tunnelwärtern mit 17,9 Tagen. Die wenigsten Arbeitsunfähigkeitstage wurden mit jeweils 4,1 Tagen bei Führungskräften in Einkauf und Vertrieb und bei Geschäftsführern und Vorständen ermittelt.

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