Pro Christ Fast wie im Kino – nur ohne Popcorn

Der Gemeinschaftschor aus Oberaspach beteiligte sich an der Pro- Christ-Auftaktveranstaltung in Großaltdorf.
Der Gemeinschaftschor aus Oberaspach beteiligte sich an der Pro- Christ-Auftaktveranstaltung in Großaltdorf. © Foto: d
Großaltdorf / Ute Schäfer 13.03.2018

„Lassen wir uns jetzt alle berieseln?“, fragten sich am Sonntagabend Elisabeth und Hans-Gerhard Hammer vorn im Altarraum der Großaltdorfer Kirche. Dort war eine kleine Leinwand aufgebaut, und alles war bereit für
die Liveübertragung der Pro-­
Christ-­Auftaktveranstaltung in Leipzig.

Die Kirche hatte sich gefüllt. 50 Besucher waren da, 20 allerdings allein vom Chor. Dirigiert von Elisabeth Hammer, leitete er den Abend ein mit „Die Gott lieben, werden sein wie die Sonne“ und „Lobet den Herren“.

Letzteres freilich sei für manche Menschen Neuland, so Pfarrer Hammer. Für andere nicht. „Ich finde es gut, dass wir beides haben. Und vor allem, dass wir in unserem Land mal wieder merken, was es bedeutet, Christ zu sein.“ Denn dies ist der Zweck der Aktion „Pro Christ live“: Sie soll missionieren und die christliche Botschaft verkündigen.

Dazu gibt es eine zentrale Veranstaltung in Leipzig, die im Internet, auf Bibel-TV und in 500 Orte live übertragen wird, zum Beispiel nach Alexandersreut, Wallhausen und Großaltdorf. Moderiert wird die Leipziger Veranstaltung von den Theologen Elke Werner und Steffen Kern.

Zumindest Kern ist in Hohenlohe kein Unbekannter, sagte Thorsten Müller von den Apis, Gemeinschaftsprediger für den Bezirk Schwäbisch Hall, der im Chor mitsang: Kern stammt aus Oberrot, ging in Gaildorf in die Schule und ist als Chef der Apis seit 2008 von der württembergischen Landeskirche freigestellt. Und dann stand die Direktleitung nach Leipzig. 90 Minuten Glaubens-Show begannen. Mit Musik, Poetry-Slam, Interviews und Gebeten zum Mitbeten. Eine Berieselung? Das hatte das Moderatorenduo zu Beginn gefragt und gleich selbst geantwortet: Nein. Denn das, was auf dem Bildschirm geschehe, betreffe jeden Einzelnen. „Es geht doch uns an. Und es geht um unsere Beziehung zu Gott. Und um die Liebe.“

Hinterher durfte dann jeder, dem ein Licht aufgegangen war, eines am extra errichteten Kreuz neben dem Altar anzünden. Auf der Empore gab es Gelegenheit zum seelsorgerlichen Gespräch, unten im Kirchenraum wurden Stehtische für einen gemütlichen Plausch aufgebaut. „Und was zum Knabbern gibt es auch“, hatte Pfarrer Hammer vorher versprochen und gehofft: „Kommen Sie wieder und bringen Sie Freunde mit.“ Die Veranstaltungen laufen noch bis Samstag.

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