Michelbach/Rosengarten Kocherbrücke: fast ein Jahr Bauzeit erwartet

Im November wird die alte Kocherbrücke abgerissen. Der Neubau wird sich über Monate hinziehen.
Im November wird die alte Kocherbrücke abgerissen. Der Neubau wird sich über Monate hinziehen. © Foto: Ufuk Arslan
Michelbach/Rosengarten / noa 15.08.2018
Der Baubeginn für eine neue Kocherbrücke bei Wilhelmsglück ist im November.

Der Baubeginn für den Neubau der seit Januar 2015 für den Verkehr gesperrten Kocherbrücke bei Wilhelmsglück ist ab November dieses Jahres. Mit der Fertigstellung des Bauwerks ist aber voraussichtlich erst Ende September 2019 zu rechnen.

Das hat mehrere Gründe: „Zunächst wird die alte Brücke abgerissen. Die Arbeiten dafür werden einige Wochen in Anspruch nehmen“, so Carin Huber von der Pressestelle der Landratsamts auf Nachfrage. „Außerdem befindet sich das Bauwerk in einem Naturschutzgebiet. Je nach Witterung muss das Bauvorhaben für einige Zeit unterbrochen oder ausgesetzt werden.“ Die nächsten Schritte nach dem Abriss sähen eine neue Gründung vor. Das neue Fundament der Brücke werde tiefer als das bisherige. Anschließend würden die Widerlager, also die großen Wände links und rechts des Bauwerks, neu gebaut. Danach folge der Überbau, der geschalt und gegossen werde. „Das nimmt etwa zwei Monate in Anspruch“, so Huber. Abschließend werde die Kreisstraße an die neue Brücke angeglichen.

„Alle Arbeiten werden unter der bereits bestehenden Vollsperrung durchgeführt“, so steht es unter dem Punkt „Verkehrskonzept“ in einem Schreiben des Landkreises zu dem Bauprojekt. Adressaten waren unter anderem die  Bürgermeister der beiden betroffenen Gemeinden Michelbach und Rosengarten, Werner Dörr und Jürgen König. Es werde davon ausgegangen, ist weiter zu lesen, dass „die Bauzeit so gering wie möglich gehalten wird“. Die Sperrung betrifft vor allem Landwirte aus den Gemeinden Michelbach und Rosengarten, die seit über drei Jahren gezwungen sind, kilometerlange Umwege zu nehmen.

 Für den Neubau der Kocherbrücke bei Wilhelmsglück investiert der Landkreis Schwäbisch Hall als Baulastträger der Kreisstraße 1,112 Millionen Euro. „Der Landkreis bekommt jedoch Landeszuschüsse in Höhe von 555.000 Euro“, erklärt Huber. Das Land Baden-Württemberg unterstütze Landkreise und Kommunen bei der Sanierung von Brücken. Hierfür habe die Landesregierung für die Jahre 2017 bis 2019 einen kommunalen Sanierungsfonds aufgelegt. Für den Bereich der Brückensanierung stünden insgesamt rund 84 Millionen Euro zur Verfügung, davon 43 Millionen Euro in diesem Jahr.

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