Gesprächskreis Ethische Fragen im Klinik-Alltag

Pfarrer Dr. Werner Schwartz,  Diak-Aufsichtsratsvorsitzender.
Pfarrer Dr. Werner Schwartz, Diak-Aufsichtsratsvorsitzender. © Foto: privat
Schwäbisch Hall / swp 12.06.2018

Um christliche Ethik im Spannungsfeld des Krankenhausalltages geht es am Dienstag, 19. Juni, im Mutterhaussaal des Diaks.  Dr. Werner Schwartz, Vorsitzender des Diak-Aufsichtsrats, spricht ab 20 Uhr.

Der rasante Fortschritt der Medizin in den vergangenen Jahrzehnten habe dazu geführt, dass sich immer mehr ethische Fragen stellten, schreibt das Diak. Welche intensivmedizinischen Behandlungen sind sinnvoll und vertretbar? Wie weit sollen sie fortgeführt und wann etwa abgebrochen werden? Welche Konsequenzen hat die Pränataldiagnostik? Sollen alle Untersuchungsmöglichkeiten ausgeschöpft werden? Welche Konsequenzen ergeben sich bei auffälligen Ergebnissen? Oder wie lässt sich die Zuwendung zu Patienten unter den Bedingungen des heutigen Krankenhauswesens bewerkstelligen?

Besonders in einem diakonischen Krankenhaus, das auf einer über hundertjährigen Tradition der Diakonissen beruht, seien diese Fragen dringlich. Sie mündeten in die Frage: Soll oder kann das diakonische Krankenhaus in dieser Hinsicht etwas anders machen als andere Häuser?

Schwartz will zunächst einleitend ethische Ansätze skizzieren, wie sie im Laufe der Menschheitsgeschichte entwickelt wurden, unterschiedliche ethische Begründungsmuster vorstellen und danach fragen, wie sich im Horizont einer allgemeinmenschlichen Ethik Grundlinien einer christlichen Ethik darstellen, die möglicherweise das Leben und Arbeiten in einem diakonischen Krankenhaus prägen. Der Abend soll außerdem Raum zum Gespräch geben.

Werner Schwartz hat mit einer Arbeit über analytische Ethik 1982 am Fachbereich Evangelische Theologie der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz promoviert und war vor seinem Ruhestand 14 Jahre Vorsteher der Diakonissen Speyer-Mannheim.

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