Bühlertal Erträge sollen „vervespert“ werden

Geld liegt auf dem Tisch: In der Sitzung des Zweckverbands Gemeinsames Gewerbegebiet Oberes Bühlertal ging es vor allem um die Finanzen.
Geld liegt auf dem Tisch: In der Sitzung des Zweckverbands Gemeinsames Gewerbegebiet Oberes Bühlertal ging es vor allem um die Finanzen. © Foto: Archiv
Bühlerzell / Sigrid Bauer 08.11.2018
Mitgliedsgemeinden des Gemeinsamen Gewerbegebiets Oberes Bühlertal stellen die finanziellen Weichen.

In der Sitzung des Zweckverbandes Gemeinsames Gewerbegebiet Oberes Bühlertal in Bühlerzell hat Verbandsrechner Jonathan Richter die Jahresrechnung 2017 erläutert. Im letzten Jahr vor der Umstellung auf das neue Haushaltsrecht bekommen die drei Mitgliedsgemeinden Obersontheim, Bühlertann und Bühlerzell aus dem Verwaltungshaushalt insgesamt 1427 Euro erstattet, während sie im Vermögenshaushalt insgesamt 1769 Euro nachzahlen müssen, um den Haushalt auszugleichen. Zum 1. Januar 2018 hat Richter eine Eröffnungsbilanz erstellt, um künftig den Haushalt nach dem neuen kommunalen Haushaltsrecht (Doppik) zu führen.

Das Sachvermögen, das sind vor allem unbebaute Grundstücke, liegt bei 421 887 Euro. Inklusive Finanzvermögen summiert sich das Vermögen auf 427 980 Euro, sodass auf der Aktivseite 665 761 Euro stehen. Das deckt sich mit der Passivseite. Im ersten doppischen Haushalt für 2019 hat Richter im Ergebnishaushalt 13 000 Euro unter anderem für Abschreibung und Zinsen angesetzt. Im Finanzhaushalt sind rund 25 000 Euro an Tilgung vorgesehen, um die Schulden weiter zu senken. Derzeit hat der Zweckverband noch zwei Darlehen zu bedienen. Zum Jahresende hat er voraussichtlich Schulden über 68 925 Euro.

Durch Grundstücksverkäufe nimmt der Verband im nächsten Jahr wohl 75 000 Euro ein. In der Sitzung wurde beraten, wofür das Geld verwendet werden soll. Der Verbandsvorsitzende, Obersontheims Bürgermeister Siegfried Trittner, schlug vor, das Geld für die jährliche Umlage der drei Gemeinden zu verwenden. „Vespern wir es nach und nach ab. Mit dem Geld die Kredite abzulösen, ist bei dem Zinssatz nicht sinnvoll“, sagte er. Das Gremium sah das auch so. Die Finanzprüfung der Jahre 2012 bis 2016 durch die Gemeindeprüfanstalt hat keine wesentlichen Beanstandungen ergeben.

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