Apropos Erfolgreiche Riesen

 Stellvertretender Chefredakteur  Schwäbisch Hall
Stellvertretender Chefredakteur Schwäbisch Hall © Foto: Vorname Nachname
Schwäbisch Hall / Jürgen Stegmaier 13.01.2018

Würth war wieder sehr schnell mit seinen Zahlen für das zurückliegende Jahr. Schon in der zweiten Januar-Woche rückte der Konzern damit heraus. Zwar können sich Kleinigkeiten noch ändern, doch der Gesamteindruck ist glasklar – Würth legt ein Rekordjahr hin. Der Umsatz, die Gewinne und die Zahl der Mitarbeiter sind so hoch wie nie zuvor. Bemerkenswert: Der Konzern hat erheblich an Produktivität zugelegt: Der Gewinn (25 Prozent) wächst wesentlich deutlicher als der Umsatz (7,5). Schon lange wundert sich Unternehmenspatriarch Reinhold Würth, dass zwar immer mehr und raffiniertere elektronische Hilfsmittel zur Verfügung stehen, die Produktivität aber kaum stieg. Dies könnte sich ändern, wenngleich der Ausschlag so stark nicht bleiben wird.

Vor 50 Jahren hat Lidl&Schwarz damit begonnen, sein Einkaufsmarkt-Konzept auszurollen. Was daraus entstanden ist, sieht man an vielen Ecken und Enden: Hier ein Lidl, dort ein Lidl  – und immer wieder auch ein Kaufland. Das Neckarsulmer Unternehmen ist ein Riese geworden, der mehr anbietet als Lebensmittel. Ein Merkmal des Erfolgs ist, dass man in der Chef­etage immer wieder prüft und nachsteuert. Bereiche, die die Erwartungen nicht erfüllen, werden gekippt. Manchmal tut das weh, wie beispielsweise in Hall, wo Kaufland seinen Innenstadt-Standort aufgegeben hat.

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