Schwäbisch Hall Kulturwochen: Englisch gefärbte Schlagzeuger-Klänge

In den 60er-Jahren ist Pete York als Mitglied der Spencer Davis Group und des Duos Hardin & York bekannt geworden.  Mancher Musik-Fan erinnert  sich gewiss auch noch an die von York moderierte ARD-Fernsehserie „Super Drumming“, die Ende der 80er-Jahre ausgestrahlt wurde. Am Donnerstag eröffnet York mit seiner Band  die neue Jazz-Time-Reihe.
In den 60er-Jahren ist Pete York als Mitglied der Spencer Davis Group und des Duos Hardin & York bekannt geworden. Mancher Musik-Fan erinnert sich gewiss auch noch an die von York moderierte ARD-Fernsehserie „Super Drumming“, die Ende der 80er-Jahre ausgestrahlt wurde. Am Donnerstag eröffnet York mit seiner Band die neue Jazz-Time-Reihe. © Foto: Pressefoto
Schwäbisch Hall / swp 07.09.2018
Der Schlagzeuger Pete York eröffnet am Donnerstag die neue Jazz-Time-Reihe und damit auch die britischen Kulturwochen unter dem Motto „Very British“ in Hall. Bis Februar sind 15 Konzerte geboten.

Wer das neue Programm der Jazz-Time-Reihe durchblättert, dem kann es ziemlich britisch vorkommen. Eine kleine rote Telefonzelle ist auf dem Titelblatt zu sehen, dazu der Slogan „Very British“, und zudem werden viele englische Musiker in Hall erwartet. Das Ganze hat seinen Grund: In Hall werden britische Kulturwochen gefeiert. Bis zum Brexit-Termin Ende März geht es in zahlreichen Veranstaltungen „Very British“ zu.

So auch in der neuen Jazz-Time-Saison 2018/19: Der Haller Jazzclub und das Kulturbüro Schwäbisch Hall präsentieren 15 Konzerte mit inspirierendem
Jazz – acht davon mit Musikern von der Insel, teilen die Macher mit.

Mit Helge Schneider auf Tour

Den swingenden Auftakt macht der Schlagzeuger Pete York mit seinem Jazzquartett „Spangalang“. Dazu gehören Nina Michelle, Andi Kissenbeck und Claus Koch. Mit seinem Ensemble streift der 76-jährige York, der mit der Spencer-Davis-Group bekannt wurde und auch mit Helge Schneider auf Tour war, durch 50 Jahre Bühnengeschichte. Das Konzert ist am Donnerstag, 13. September, um 19.30 Uhr in der Hospitalkirche. Dies ist auch der Auftakt zu den britischen Kulturwochen mit einer Begrüßung durch Oberbürgermeister Hermann-Josef Pelgrim. Dazu wird bereits um 18.30 Uhr in den Räumen des benachbarten Goethe-Instituts die Fotoausstellung „Very British Musicians“ mit Aufnahmen des Haller Jazz-Kenners Hans Kumpf eröffnet.

Weiter geht es am Samstag, 22. September, mit dem Jazzsänger Andreas Schaerer, der das Publikum in Schwäbisch Hall bereits im vergangenen Jahr mit seiner Formation „Hildegard lernt fliegen“ beeindruckt hat. Zusammen mit seinem angestammten Duo-Partner, dem Drummer Lucas Niggli, trifft Schaerer auf den italienischen Akkordeonisten Luciano Biondini und den finnischen Gitarristen Kalle Kalima.

Der britische Trompeter Tom Arthurs präsentiert in Hall sein leises, aber ausdrucksstarkes Album „One Year“. Gemeinsam mit seinem Trio tritt er am Samstag, 29. September, in der Hospitalkirche auf. Das Klavier-Duo Grandbrothers ist am Freitag, 19. Oktober, zu Gast: Erol Sarp und Lukas Vogel verbinden klassische Klavierkompositionen mit elektronischer Klangästhetik –  immer mit einem Bein auf den Tanzflächen der Clubs.

David-Bowie-Fans aus Hall

Ein weiterer herausragender Vertreter der britischen Jazzszene ist am Mittwoch, 31. Oktober, zu erleben: Der Pianist Django Bates gibt mit seinem Trio Belovèd Einblicke in sein Album „The Study of Touch“.

Etwas aus der Reihe fällt das David-Bowie-Tribute-Konzert am Sonntag, 11. November: Die Formation Heroes, die aus sieben Haller Musikern besteht, zelebriert die britische Legende der Popkultur, vor der sich auch die Jazzszene verneigt.

Die Grenzen zwischen Akustik und Elektronik lässt das Trio Geiselhardt/Koller/Thaler am Samstag, 24. November, verschwinden. Als Instrumente sind Posaune, Gitarre und Bass beteiligt. Die charismatische Sängerin Lyambiko wird am Freitag, 14. Dezember, Weihnachtshits in jazzigem Stil interpretieren.

Das neue Jahr startet mit jungem britischen Jazz am Donnerstag, 10. Januar: Das Elliot-Galvin-Trio kommt mit seinem Album „The Influencing Machine“ nach Schwäbisch Hall. Eine spannende Musikerin ist am Sonntag, 20. Januar, in der Hospitalkirche zu erleben: Die Harfenistin Kathrin Pechlof lotet mit ihrem Trio erfolgreich die Grenzen der Musik aus.

Mit Preisen dekorierte Musiker

Die Zusammensetzung von Christian Lillingers Septett „Grund“ ist originell: zwei Bässe, zwei Harmonieinstrumente und zwei Blasinstrumente gesellen sich um den Schlagzeuger Lillinger. Der vom „Spiegel“ als „Drum-Revoluzzer“ bezeichnete Träger des SWR-Jazzpreises 2017 kommt am 27. Januar nach Hall.

Das Alex-Bühl-Sextett widmet sein Konzert am 17. Februar dem unvergesslichen US-Komponisten George Gershwin. Der Saxofonist Alex Bühl ist aktueller Jazzpreisträger des Landes Baden-Württemberg. „Very British“ klingt die Jazz-Time-Reihe am 23. Februar aus mit einem Solokonzert des Pianisten Bill Laurance, der mit der Fusion-Band Snarky Puppy weltweite Erfolge feiert. Dieses Konzert ist eine Kooperation mit dem Haller Konzertkreis Triangel, der mit Auftritten von Matthews’ Southern Comfort
(17. November) und Julian Dawson (6. Dezember) auch zwei Folkkonzerte zum Programm beisteuert.

Info Die Konzerte der Jazz-Time-Reihe beginnen in der Regel um 19.30 Uhr in der Hospitalkirche. Es gibt zwei Ausnahmen: am 22. September (20.30 Uhr) und am 6. Dezember (19 Uhr). Der Programmflyer liegt aus und ist auch im Kulturbüro (Telefon 07 91 / 75 13 82 oder kulturbuero@schwaebischhall.de) erhältlich. Der Vorverkauf läuft: Tourist-Information, Telefon 07 91/ 75 16 00 und HT Ticket Shop, Telefon 07 91 / 40 41 21.

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