Frankenhardt Freizeitsportler sind stets engagiert

Die Männer der Freizeitsportgruppe Oberspeltach treffen sich seit 30 Jahren, um gemeinsam Sport zu treiben. Sie tun darüber hinaus viel für die Dorfgemeinschaft.
Die Männer der Freizeitsportgruppe Oberspeltach treffen sich seit 30 Jahren, um gemeinsam Sport zu treiben. Sie tun darüber hinaus viel für die Dorfgemeinschaft. © Foto: Christine Hofmann 
Frankenhardt / Christine Hofmann 30.08.2018
Seit 30 Jahren bereichert die Freizeitsportgruppe Oberspeltach das Dorfleben. Am Wochenende steht der Dorfpokal an.

Ohne die Freizeitsportler wäre in Oberspeltach nur halb so viel geboten. Die Männergruppe hat sich vor 30 Jahren zusammengeschlossen, um jenseits von Leistungsdruck und Wettkampfcharakter Gymnastik zu machen und Bewegungsspiele zu spielen und anschließend in gemütlicher Runde zusammenzusitzen. Darüber hinaus organisiert sie zahlreiche Veranstaltungen, von denen die Dorfgemeinschaft profitiert.

Schon 1988, im Jahr der Gründung der Freizeitsportgruppe Oberspeltach (FSO), gab es unter dem damaligen ersten Vorsitzenden Otto Schwarz ein Grillfest für die ganze Familie. Ein Zeltlager kam hinzu und in den 1990er-Jahren schließlich eine Silvesterparty in der Burgberghalle mit Unterhaltungsprogramm und Hüttenbar. „Die Aktivitäten haben sich ziemlich schnell ausgeweitet und es stießen immer mehr Leute zur FSO“, erinnert sich der Vorsitzende Achim Ziegler. Die Gruppe organisiert außerdem eine Himmelfahrtswanderung für die ganze Familie und richtet in Kooperation mit dem Jugendclub die Maihocketse aus. Seit der Weltmeisterschaft 2006 gibt es abwechselnd WM- und EM-Studios in einer Scheune zum gemeinsamen Fußballgucken.

Turnier entwickelt sich zum Fest

Höhepunkt ist jedoch der jährliche Dorfpokal. Zur Einweihung des Sportplatzes in Oberspeltach 1995 gab es ein Einlagespiel mit Publikum, und im Jahr darauf wurde erstmals der Dorfpokal ausgetragen: Bei einem Fußballturnier kickten die Oberspeltacher Dorfteile und Waldbuch gegeneinander. Zahlreiche Dorfbewohner kamen, um ihre jeweilige Mannschaft anzufeuern. So entstand rund um das Fußballturnier ein großes Dorffest mit Gottesdienst im Zelt, Festbetrieb, Volleyballturnier am Samstag, Highland-Games und Verlosung einer Fahrt im Heißluftballon.

Für die Freizeitsportler mit ihren 64 Mitgliedern ist die Ausrichtung der zweitägigen Veranstaltung stets ein Kraftakt. „Rund 50 Helfer sind beim Auf- und Abbau und in verschiedenen Arbeitsschichten im Einsatz. Auch unsere Frauen helfen mit. Sie backen Kuchen, machen Salate und übernehmen Dienste. Ohne sie könnten wir ein so großes Fest nicht stemmen“, sagt der Vorsitzende. „Der Dorfpokal ist inzwischen ein Ersatz für das Brunnenfest geworden, das seit einigen Jahren nicht mehr gefeiert wird“, ist der Bankkaufmann überzeugt. „Wir sehen es daher als unsere Aufgabe, den Dorfpokal so lange wie möglich aufrechtzuerhal­-
ten.“

Männer legen im Dorf Hand an

Dass den Männern das Wohl des Dorfes am Herzen liegt, zeigt sich auch in anderen Aktionen, bei denen sie sich tatkräftig eingebracht haben. So haben sie beim Bau des Dorfgemeinschaftshauses viele Arbeitsstunden geleistet, ebenso beim Anbau eines Geräteraums an die Burgberghalle und bei der Verlegung eines Stromkabels bis zum Sportplatz. Ziegler: „Die FSO macht viel für die Allgemeinheit – und das wird von der Gemeinde auch geschätzt.“

Es gibt darüber hinaus weitere Veranstaltungen, bei denen die FSO-Mitglieder unter sich bleiben: eine dreitägige Bergwanderung, eine zweitägige Fahrradausfahrt, eine Weihnachtsfeier mit gemütlichem Beisammensein und Gesang – und natürlich die wöchentlichen Sporttreffen, die mittlerweile um Fahrradfahren und Schwimmen erweitert wurden.

Mit der Zukunft der Gruppe beschäftigt sich der Arbeitskreis „FSO 2020“, der überlegt, wie weitere jüngere Mitglieder herangezogen werden können und wie die Gruppe vielfältiger werden kann. So sollen beispielsweise mehr Programmpunkte für unterschiedliche Altersgruppen geschaffen werden. Denn ein Generationenwechsel hat hier bereits begonnen: In den letzten Jahren sind jüngere Männer zur FSO gestoßen, die Söhne der Männer der ersten Stunde sind heute auch schon dabei. „Das jüngste Mitglied ist 18, das älteste 75 Jahre alt“, sagt Ziegler. „Es stimmt mich froh, dass es uns noch eine Weile gibt.“

Dorfpokal startet mit Weißwurstfrühstück

Die Freizeitsportler richten am Wochenende den Dorfpokal in Oberspeltach aus. Am Samstag, 1. September, geht’s um 10 Uhr los mit einem Weißwurstfrühstück, bevor um 11 Uhr das Volleyballturnier beginnt. Der Sonntag, 2. September, startet um 10.30 Uhr mit einem Gottesdienst, um 11.30 Uhr wird ein Mittagstisch angeboten und um 13 Uhr ist Anpfiff für das Fußballturnier. hof

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