Ausstellung Einblicke in die Menschheitsgeschichte

Höhlenmalereien zeigen oft Motive, auf denen Tieren zu erkennen sind.
Höhlenmalereien zeigen oft Motive, auf denen Tieren zu erkennen sind. © Foto: Privatfoto
swp 18.03.2017

Unter dem Motto „Steinzeit – die Anfänge der menschlichen Kultur“ wurde vom Kirchberger Arbeitskreis Geologie und Archäologie die  Jahres-Ausstellung im Sandelschen Museum in Kirchberg vorbereitet. Sie wird am 2. April eröffnet.

Diese Sonderausstellung begnügt sich nicht mit den von Arbeitskreismitgliedern in Hohenlohe-Franken gefundenen Werkzeugen aus Feuerstein (Keuperhornstein), sondern eröffnet einen allgemeinen, grenzüberschreitenden Blick auf die menschliche Kultur in der Steinzeit, heißt es im Pressebericht. 

Im Mittelpunkt steht die bisher noch nicht gezeigte steinzeitliche Sammlung des Kriegsgerichtsrats Theodor Sandel (1861 – 1927). Er ist Stifter und Namensgeber des Kirchberger Museums. Seine Sammlung beinhaltet fast ausschließlich jungsteinzeitliche Funde aus der Zeit der Pfahlbauten.

Großartige Höhlenmalereien

Der Begriff „Steinzeit“ umfasst aber die gesamte Menschheitsgeschichte; also rund vier Millionen Jahre. Bildlich gesprochen haben sich über 99 Prozent  der Menschheitsgeschichte in der Steinzeit abgespielt, der Rest rechnet sich ab der Bronzezeit bis heute, wobei der Name „Steinzeit“ auch deshalb stimmt, weil sich über diese immensen Zeiträume über­wiegend nur Werkzeuge aus Stein (Silex) erhalten haben.

Wie in einem Tresor verwahrte sogenannte ‚Höhlenfunde’ haben mitunter zigtausende von Jahren unbeschadet überlebt. Sie geben, so die Ausstellungsmacher,  mit ihren aus Elfenbein oder Knochen geschnitzten Klein­kunstwerken und ihren fast um den ganzen Erdball großartigen Höhlenmalereien einen Einblick in das geistige und schöpferische Schaffen unserer Altvorderen. Heute zählen diese frühen Kunstwerke zum Welt­kulturerbe und damit zum Großartigsten, das von Menschen je geschaffen wurde. In der Kirchberger Steinzeitausstellung werden überwiegend originale Fundstücke gezeigt, wobei das älteste Exponat rund 1,2 Millionen  Jahre alt ist. Rekonstruktionen von Sicheln und anderen Geräten geben einen Eindruck vom Gebrauch der Werkzeuge. Leihgaben anderer Museen sowie Gebrauchsgegen­stände und Schmuck runden die Ausstellung ab.

„Alles in allem kann man auf diese Ausstellung sehr gespannt sein, da sie im hohenlohisch-fränkischen Raum noch nie in dieser Art gezeigt wurde“, so die Organisatoren.

Info Die Eröffnung der Sonderausstellung ist am Sonntag, 2. April, um 11 Uhr. Die Ausstellung kann bis 7. Januar 2018 sonn- und feiertags von 14 bis 17Uhr im Sandelschen Museum besichtigt werden.