Schwäbisch Hall Ein wacher Geist und „Glückspilz“

Helmut Brandt neben einer seiner Zeichnungen.
Helmut Brandt neben einer seiner Zeichnungen. © Foto: Bettina Lober
Schwäbisch Hall / Monika Everling 11.10.2018
Helmut Brandt aus Hall wird 85 Jahre alt. Er ist bekannt als Lehrer, Künstler, Organist und Naturfreund.

Helmut Brandt ist Generationen von Hallern bekannt als Lehrer am Gymnasium St. Michael, wo er von 1961 bis 1993 Latein, Französisch, Biologie und Bildende Kunst unterrichtete. Er ist auch bekannt als Künstler, von dem zum Beispiel derzeit die Schau „Lob dem Kugelschreiber“ in den Räumen der Deutschen Bank am Haller Haalplatz zu sehen ist. Über Jahre war Helmut Brandt als Kunstberichterstatter für diese Zeitung tätig.

Bis heute tritt er immer wieder als Leserbriefschreiber zu verschiedenen Themen auf, und er leitete als Naturfreund und Mitglied des Naturschutzbundes (Nabu) vogelkundliche Wanderungen. Brandt kocht gerne, und er mag die Musik sehr: Alle paar Wochen spielt er freitags in der Lukaskirche die Orgel, und er und seine Frau Renate singen im Liederkranz Rieden. Zudem geht er  regelmäßig zum Stammtisch des Waffenrings in Hall. Brandt betont: „Wir sind ganz harmlos.“ Er erläutert, dass sich im Waffenring alte Verbindungsstudenten treffen. Er selbst gehört der Sängerschaft Holsatia Hamburg an.

Sein Garten war ihm immer wichtig, aber künftig werde er wohl kein Gemüse mehr anbauen, sagt er. Die Knie machen nicht mehr so mit. „Aber wenn ich sehe, wie es Gleichaltrigen geht, da muss ich doch sagen, ich bin ein Glückspilz. Meine Frau und ich, wir können beide noch rumlaufen und klar denken“, drückt er seine tiefe Dankbarkeit dafür flapsig aus.

Helmut Brandt wurde am 11. Oktober 1933 in Hamburg geboren. Dort hat er von 1952 bis 1958 ein Fremdsprachenstudium absolviert. In Trier hat er bei einem Vorbereitungstreffen für Junglehrer, die ein Jahr lang in Frankreich unterrichten wollten, seine jetzige Ehefrau Renate kennengelernt. Das Ehepaar hat zwei erwachsene Töchter.

Seinen Geburtstag feiert er mit seiner Frau und seiner älteren Tochter, zudem hat sich Rüdiger Schorpp als Vertreter der Stadt angesagt („der war ja schon mein Schüler, und heute hat er auch graue Haare“), und es kommen Bekannte vom Nabu und vom Waffenring. Und für Freitag ist eine „kleine Gesellschaft“ eingeladen.

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