Schwäbisch Hall Ein neues Kleinod für Hall

Die Mitteltafel des Falkensteiner Altars des Meisters von Meßkirch. Sie ist in der Johanniterkirche in Hall zu sehen. Foto: Sammlung Würth
Die Mitteltafel des Falkensteiner Altars des Meisters von Meßkirch. Sie ist in der Johanniterkirche in Hall zu sehen. Foto: Sammlung Würth
BLO 30.12.2013
Zur Schutzmantelmadonna und den Alten Meistern in der Johanniterkirche gesellt sich seit Oktober ein weiteres, bedeutendes Werk: der Falkensteiner Altar des Meisters von Meßkirch.

Am Kocher kommt nun wieder zusammen, was auch beieinander war: Der Falkensteiner Altar des Meisters von Meßkirch war einst Teil der Sammlung Alter Meister des Hauses Fürstenberg. Im Jahr 2003 erwarb die Sammlung Würth einen Großteil jenes Bestandes. Als "Alte Meister in der Sammlung Würth" wird er dauerhaft in der Johanniterkirche gezeigt.

Als erneut Werke aus der Fürstenbergischen Sammlung auf dem Kunstmarkt angeboten wurden, bemühte sich unter anderem Sammler Reinhold Würth, dass die Arbeiten im Land bleiben. Würth erwarb fünf der sieben Tafeln aus dem Falkensteiner Altar (um 1530). Zwei gehören der Staatsgalerie Stuttgart, sind nun aber auch in Hall zu sehen - als Leihgabe. So ist der Falkensteiner Altar komplett - eine Seltenheit.

Die Kunsthalle Würth legte Anfang des Jahres mit der Ausstellung "Von Kopf bis Fuß" auf vielfältige Menschenbilder den Fokus. Mitte Juni wird sie von "Menagerie - Tierschau in der Sammlung Würth" abgelöst. Rund 200 Werke von über 100 Künstlern sind zu sehen.

Auch in anderen Ausstellungsräumen in Hall ist im Jahr 2013 viel geboten. Das Hällisch-Fränkische Museum zeigt unter anderem Werke des Bildhauers Thomas Lenk, im Sommer sind Kunstautomaten des Haller Allround-Künstlers Bernhard Deutsch zu sehen. Als Finissage werden die Automaten versteigert. Und im Herbst befasst sich eine Ausstellung mit Haller Migrationsgeschichten.

Auch der Haller Kunstverein und der Hohenloher Kunstverein sind aktiv. Allerdings beschließen die Mitglieder der Gesellschaft für Kunst Hohenlohe Künstlerbund im Juli nach über 15 Jahren ihre Auflösung - freilich mit Wehmut, aber ohne Groll: "Alles hat seine Zeit", sagt Vorsitzende Sybille Hellmer.