Investitionen Ein neues Gesicht für Kupferzells Ortsmitte

Da kommt’s hin: Noch liegt die Fläche am Kupferzeller Marktplatz brach, doch in rund einem halben Jahr wird direkt neben dem Rathaus bereits fleißig gebaggert werden. Ende 2019 soll das 43-Zimmer-Hotel mit Restaurant fertig sein.
Da kommt’s hin: Noch liegt die Fläche am Kupferzeller Marktplatz brach, doch in rund einem halben Jahr wird direkt neben dem Rathaus bereits fleißig gebaggert werden. Ende 2019 soll das 43-Zimmer-Hotel mit Restaurant fertig sein. © Foto: Christian Nick
Kupferzell / Christian Nick 09.08.2018
Am Kupferzeller Marktplatz werden für rund 2,7 Millionen Euro ein Hotel und ein Restaurant gebaut. Auch das Herz der Gemeinde liegt im Fokus.

Die letzten Pläne sind gezeichnet, die Diskussionen um die Details der architektonischen Gestaltung beendet – und in etwa einem halben Jahr sollen die ersten Bagger ihre Schaufeln in den Boden der Grundstücke Marktplatz 10 bis 12 rammen: Dort werden ein Hotel und in einem weiteren Gebäude direkt daneben ein Restaurant entstehen. Mit der Eröffnung ist voraussichtlich Ende kommenden Jahres zu rechnen.

Zahlreich waren die Bürger zur jüngsten Gemeinderatssitzung erschienen, in der der verantwortliche Architekt Werner Tafel vom Schwäbisch Haller Büro Netz Werk Architektur sowie der Investor und Bauträger, Dieter Bäumlisberger, die finalen Pläne – und damit die Grundlage des einstimmig beschlossenen Antrags auf Baugenehmigung – präsentierten. Zusätzlich zu den beiden Häusern werden 20 Parkplätze und 18 Fahrradstellplätze entstehen.

Das engagierte Projekt direkt neben dem Rathaus ist eine wahre Frischzellenkur für den Kupferzeller Marktplatz – und knüpft dennoch an die historischen Strukturen der dortigen Architektur an: „Es ging uns darum, die Identität des Orts zu erhalten und sie mit einer Architektur, die traditionelle Elemente neu verarbeitet, weiterzuentwickeln“, beschreibt der Architekt das Credo. Die Kupferzeller Kommunalpolitiker wurden während der rund anderthalbjährigen Planungsphase intensiv in alle Überlegungen einbezogen.

Dreieinhalb Stockwerke werden die beiden separaten Baukörper hoch und alle Etagen barrierefrei per Aufzug erreichbar sein. Das Hotel wird seinen zukünftigen Gästen 43 Zimmer anbieten. Rund 2,7 Millionen Euro beträgt die Investitionssumme: In der Tat also eine „bedeutende städtebauliche Maßnahme“, so Bürgermeister Joachim Schaaf. Auch in Sachen Hochwasserschutz soll das Projekt keineswegs ins Wasser fallen: Die Bauten sollen auch einem Jahrhundertpegel trotzen. Die Betreiber werden im Umfeld und auf den Fassaden nur dezent werben dürfen, um das Ortsbild nicht zu stören.

Ziel: „schlichte Eleganz“

Und damit der Bautätigkeit noch nicht genug: Auch der Kupferzeller Marktplatz wird im Zuge der Arbeiten ein neues Antlitz bekommen – und zwar ein schlichtes: „Während wir auf die Baugenehmigung des Landratsamts warten, werden wir uns um die Pläne zur Neugestaltung des Marktplatzes kümmern“, kündigt Architekt Tafel an. Die Details sind noch offen, klar ist indessen: Das Ziel heißt „schlichte Eleganz“, nur wenige Bäume sollen etwas Grün bringen.

Und wer wird in rund anderthalb Jahren die schmucken neuen Räumlichkeiten bewirtschaften? „Für das Hotel haben wir bereits einen Pächter gefunden“, berichtet Investor Bäumlisberger. Auch in Sachen Gaststätte ist ihm keineswegs bange: Um potenziellen Restaurant-Interessenten die Sache schmackhaft zu machen, soll die Miete etwas subventioniert werden, um dem möglichen Pächter ein leckeres Angebot auf den Tisch legen zu können. Bleibt nur noch die Frage offen, welche Gerichte dann dort auf den Tischen stehen werden. Hier waren sich die Räte einig: Möglichst deutsche Küche sollte geboten werden. Ein Ansinnen, das auch Investor und Architekt mundet. Etwas flexibler zeigte sich in der Gemeinderatssitzung Bürgermeister Joachim Schaaf: „Mir schmeckt auch eine gute Pizza“, scherzte er.

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