Wetter Wetter-Rückblick: Ein Monat der Superlative

Rosengarten / Martin Melber 07.02.2017
Es war der kälteste Januar seit 30 Jahren, der trockenste seit 20 Jahren. An 30 Tagen herrschte Frost, an 26 Tagen war die Schneedecke geschlossen.

Winterfreunde kamen voll auf ihre Kosten und nach Februar 2012 war Eislaufen wieder auf zugefrorenen Seen und sogar teilweise auf dem Kocher in der zweiten Monatshälfte möglich“, so Wetterexperte Martin Melber von der Wetterstation Westheim.

Der Januar begann mit Sturmtief „Axel“ und brachte Schnee und viel Wind. In der Nacht des 13. Januar fegte Orkantief „Egon“ mit teils schweren Sturmböen über das Haller Land und läutete eine hochwinterliche Frostlage mit den Hochs „Brigitta“, „Christa“ und „Doris“ ein.

Die unangenehmere Seite des Winters brachte Tief „Hubert“ in den Vormittagsstunden des 30. Januar: gefrierender Regen bei noch negativen Temperaturen und tief gefrorenem Boden verwandelte Straßen und Gehwege in gefährliche Rutschbahnen. Allein in Rosengarten gab es zahlreiche Unfälle, „nur“ mit Blechschäden, aber Sachschäden von weit über 50 000 Euro.

Martin Melber errechnete eine Monatsmitteltemperatur von -4,4 Grad, gegenüber dem langjährigen Mittel ist das um 3,8 Grad zu kalt. Damit ist es der kälteste Januar seit 30 Jahren.

Die Monatstiefsttemperatur hat Martin Melber am 23. mit -16,8 Grad gemessen. An 30 Tagen gab es Luftfrost, sogenannte Frosttage, davon waren 14 Eistage mit 24-stündigem Dauerfrost.

Messbarer Niederschlag fiel an 13 Tagen, insgesamt 33,8 Liter pro Quadratmeter, das sind 48 Prozent des langjährigen Solls von 70 Litern. Damit ist es der trockenste Januar seit 20 Jahren. An 26 Tagen lag eine geschlossene oder durchbrochene Schneedecke mit einer maximalen Höhe von 12 cm am 16. Januar. Nur dreimal gab es seit 1985 mehr Schneedeckentage, am meisten 2010 mit 30 Tagen. Die höchste Schneedecke gab es 1985 mit 47 cm.

Die Sonne schien insgesamt rund 85 Stunden und damit rund 50 Prozent mehr als das übliche Soll.