Wolpertshausen Ein großes Sängerfest

Wolpertshausen / Ute Schäfer 11.06.2018
Chöre aus der Region lassen das Fest zu einem musikalischen Höhepunkt werden.

Was macht ein Gesangverein, der Geburtstag feiert? Genauer gesagt den 120. Geburtstag, so wie der Gesangverein Eintracht Wolpertshausen? Er lädt seine Freunde zum Singen ein und feiert ein großes Sängerfest.

Also startete der dritte Tag des Heimatfests in Wolpertshausen gestern nach einem Gottesdienst mit einem Freundschaftssingen. Und mit vielen  Begrüßungen, mit  Umarmungen und guten Wünschen.

14 Chöre versammelten sich, das macht geschätzt rund 280 Sänger, Männer und Frauen. Und weil sich viele kennen und mögen, machte das Freundschaftssingen seinem Namen alle Ehre. „Wir sind positiv überrascht, dass so viele gekommen sind“, sagte Albrecht Fischer, Vorsitzender der Wolpertshausener Eintracht.

Als die Eintracht vor 120 Jahren gegründet wurde, war sie die Gesangsabteilung des Wolpertshausener Krieger- und Militärvereins. 26 Sänger gab es damals. Heute ist der Verein schon lange selbständig und hat sogar selber Untergruppen, nämlich insgesamt vier Chöre. Einen Männerchor, einen gemischten Chor, die „Fun Harmonists“ und den Nachwuchschor „Young Beat“. Letzterer trat gestern vormittag gleich zweimal auf, einmal in der Europahalle und einmal in der Heroldhalle. Denn weil sich so viele Chöre angemeldet hatten, waren beide Hallen voll und in beiden wurde gesungen.

Publikum spendet viel Beifall

Viel Beifall gab es für die jungen Wolpertshäuser Sänger, die von Elke Breuninger geleitet werden. Und Applaus gab es auch für die anderen Chöre, den sie allesamt verdient hatten. Denn bei einem Auftritt, bei dem vor allem Sängerkollegen zuhören, ziehen die Chöre natürlich alle Register. Außerdem wählen die Chorleiter die Paradestücke aus. In denen der Bass so richtig zeigen kann, was er drauf hat. In denen  der Sopran besonders schön klingt. Ein Ohrenschmaus für die Zuhörer. „So ein Männerchor hat doch etwas ganz Besonderes“, sagte eine der Zuschauerinnen. „Wenn man immer nur gemischte Chöre hört, vergisst man das mitunter.“

„Danke, dass ihr uns ein so schönes Fest beschert habt“, sagte Albrecht Fischer am Schluss und zitiert wieder mal das Festmotto: „Wolpertshausen ist wirklich eine Gemeinde zum Wohlfühlen!“

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