Gemeinde Ein „sportliches“ Programm

Bürgermeister Thomas Botschek (links) und seine Mitarbeiter im Rathaus haben dieses Jahr einiges auf der Agenda. Rechts Bühlertanns Bürgermeister Michael Dambacher.
Bürgermeister Thomas Botschek (links) und seine Mitarbeiter im Rathaus haben dieses Jahr einiges auf der Agenda. Rechts Bühlertanns Bürgermeister Michael Dambacher. © Foto: siba
Sigrid Bauer 10.01.2018

Im Jahr eins nach Rechtenbacher“ begrüßte Siegfried Wied, Vorsitzender des HGV Bühlerzell, die Gäste im Sitzungssaal des Rathauses. Er lobte den neuen Schultes, der das Gespräch mit den Bürgern suche. Botschek bedankte sich in seiner Rede bei seinem Vorgänger für die Unterstützung, die er immer wieder in Anspruch nehme.

An die Vertreter der Vereine richtete sich seine Anerkennung für das große Engagement der Ehrenamtlichen. Gleichzeitig bat er um Unterstützung für die Feierlichkeiten zum 40-jährigen Bestehen der Partnerschaft mit St. Koloman im Juni. „Einige Vereine haben schon zugesagt“, berichtete er erfreut. Auch bei der Tour de Hohenlohe, die am 9. September in Bühlerzell Mittagsrast macht, sind die Vereine wieder gefragt, um für die Verköstigung der 600 bis 750 Radler zu sorgen.

Das Programm, das sich die Gemeindeverwaltung für 2018 vorgenommen hat, nennt er „sportlich“, und zwar zeitlich wie auch personell. Da das neue Haushaltsrecht, die Doppik, zeitaufwändiger sei als die bisherige Kameralistik, hätten Bühlerzell und Bühlertann eine Kooperation vereinbart, „um nötige Personalaufstockungen zu minimieren und sich gegenseitig zu vertreten“, so Botschek.

Eine Herausforderung sei, geeignetes Personal zu finden. „Da geht es uns nicht anders als den Betrieben, die Fachkräfte suchen“, meinte der Rathauschef. Umso wichtiger sei es, in der Gemeinde ein Umfeld zu schaffen, das sie als Wohnstätte attraktiv macht. Daran müssten auch die Vereine mitwirken und sich mit ihren Angeboten anpassen.

Erwin Funk und Josef Hirsch stellten den Gästen des Empfangs die Arbeit des Heimat- und Kulturvereins Bühlerzell und Geifertshofen vor. Der 2010 gegründete Verein hat derzeit 68 Mitglieder. „Bisher sind wir sehr bühlerzelllastig“, bedauerte Funk. Er und Hirsch haben mit ihren Recherchen bestätigen können, dass Bühlerzell erstmalig 1236 in einer Urkunde der Comburg erwähnt wurde.

Heimatbuch braucht Mithilfe

Der Verein hat sich vorgenommen, ein Heimatbuch für Bühlerzell und Geifertshofen herauszubringen. „Über Geifertshofen haben wir nur die Schrift zum 900-Jahr-Jubiläum. Da brauchen wir noch viele Informationen, um das Ganze fundierter darstellen zu können“, so Funk. Für die beiden Kapitel zur Frühgeschichte und zur Sprach- und Religionsgrenze hat der Verein bereits Autoren gefunden. Für das Kapitel über die Geschichte der Vereine hofft er auf deren Mitarbeit.

Jeden zweiten Monat trifft sich der Verein zum Stammtisch. Dazu sind auch interessierte Bürger eingeladen. Zu einem Vortrag im Frühjahr hat er einen Haller Historiker eingeladen, über „1816 – das Jahr ohne Sommer“ zu berichten.