Schwäbisch Hall Ehrenamt stützt kranke Menschen - 30 Jahre Diakonie-Krankenhaushilfe in Schwäbisch Hall

Landesbeauftragte Christina Scheib (links) und Diak-Vorstand Pfarrer Hans-Joachim Lenke (hinten links) ehren (von links) Renate Flaxa, Else Weißmann, Ursula Broecker-Luick, Barbara Schütz und Doris Stepanek.
Landesbeauftragte Christina Scheib (links) und Diak-Vorstand Pfarrer Hans-Joachim Lenke (hinten links) ehren (von links) Renate Flaxa, Else Weißmann, Ursula Broecker-Luick, Barbara Schütz und Doris Stepanek. © Foto: Christa Glück
CHRISTA GLÜCK 23.07.2014
Seit 30 Jahren gibt es ehrenamtliche Diakonie-Krankenhaushilfe in Schwäbisch Hall. Mit einem intensiven Fest wird das Jubiläum gefeiert. Dabei werden fünf Mitarbeiterinnen für langjähriges Ehrenamt geehrt.

Diak-Vorstandsvorsitzender Pfarrer Hans-Joachim Lenke begrüßt alle, die in dieser Krankenhaushilfe arbeiten, sehr herzlich. Dazu gehören auch Christina Scheib, Landesbeauftragte der Evangelischen Krankenhaushilfe Baden-Württemberg, und Landeskirchenrat Georg Eberhardt. Er hält den Festvortrag.

Pfarrer Lenke freut sich über anwesende alte Weggefährten, die von Anbeginn tätig waren und es teilweise noch sind. Besonders begrüßt er Renate Flaxa. Sie hat die Haller ökumenische Krankenhaushilfe (ÖKH) mit aufgebaut und ist ehrenamtliche Einsatzleiterin der Grünen Damen und Herren.

Landesbeauftragte Scheib kennt Zahlen zur ehrenamtlichen Krankenhaus- und Altenhilfe: In Deutschland gibt es über 12000 Ehrenamtliche in über 1000 Einrichtungen. Gegründet wurde die Aktion von Brigitte Schröder 1969 in Bonn. In Baden-Württemberg sind es 1319 Grüne Damen und 109 Herren in 60 Krankenhäusern und 21 Altenheimen. Ein Drittel der Ehrenamtlichen seien in Altenheimen aktiv, sagt Scheib.

Renate Flaxa berichtet von den 30 Jahren der ÖKH in Hall. Außer im Diak sind Ehrenamtliche noch tätig im Haus Sonnengarten, im Gottlob-Weißer-Haus, in weiteren Altenbereichen und in der Demenzgruppe. Im Diak sind es 23 Personen, gearbeitet wird vormittags etwa drei Stunden lang. Zwischen 40 und 70 Jahre alt sind die Aktiven.

Die ÖKH begann im Diak mit 16 Personen am 14. Mai 1984. 330 Fortbildungstreffen für die Ehrenamtlichen gab es seither, auch gemeinsame Ausflüge. "Wir wollen Menschen, die in ein Krankenhaus oder Altenheim kommen, nicht in das Ghetto einer abgesonderten Welt geraten lassen. Sie sollen in der Gemeinschaft aller Menschen bleiben können", ist die Zielsetzung.

Seit Juli 2014 gibt es im Diak einen Lotsendienst, berichtet Flaxa. Ihre hauptamtliche Kontaktperson ist Angelika Ullrich (Seelsorge und Stationsleitung). Auch bei der chirurgischen Unfallaufnahme soll es eine Grüne Dame geben, die sich um die Patienten kümmert. Dort seien Wartezeiten sehr lang. "Die Arbeit für die ökumenische Krankenhaushilfe hat mein Leben verändert, reicher und sinnvoller gemacht durch viele Begegnungen mit Menschen unterschiedlichster Herkunft und Religion.", sagt Flaxa. Freuen würde sie sich, wenn sich weiter Interessierte für die ehrenamtliche Arbeit meldeten.

Landeskirchenrat Georg Eberhardt aus Stuttgart meint, Ehrenamt liege im Trend, es sei zutiefst sinnstiftend. Und: das Ehrenamt werde immer professioneller.

Besondere Auszeichnung für Gründungsmitglied Renate Flaxa

Besondere Ehrung Renate Flaxa hat die Haller ökumenische Krankenhaushilfe (ÖKH) mit aufgebaut und ist ehrenamtliche Einsatzleiterin der Grünen Damen und Herren. Sie erhielt neben der Anstecknadel, Urkunde und Blumen für die langjährige ehrenamtliche Tätigkeit das Kronenkreuz der Diakonie und eine besondere Ehrung mit Urkunde vom Landesbischof. Dazu gehörte die Johannes-Brenz-Medaille in Bronze der Evangelischen Landeskirche.

30 Jahre Ehrenamt Barbara Schütz und Doris Stepanek. Sie erhielten das Kronenkreuz der Diakonie.

20 Jahre Ursula Broecker-Luick

10 Jahre Else Weißmann

SWP