Michelbach Durchgehende Betreuung steht auf der Kippe

In der Kita Gschlachtenbretzingen soll es eine weitere VÖ-Gruppe geben.
In der Kita Gschlachtenbretzingen soll es eine weitere VÖ-Gruppe geben. © Foto: Privatfoto
Michelbach / SIGRID BAUER 25.11.2014
Die begehrten Kinderbetreuungsplätze bis 14 Uhr im evangelischen Kindergarten sind demnächst voll. Deshalb soll ab Januar in Gschlachtenbretzingen eine weitere solche Gruppe angeboten werden.

Wer vormittags arbeitet, muss sich sputen, um sein Kind bis 12 Uhr vom Kindergarten abzuholen. Für manche Mutter ist die Betreuung in einer Regelgruppe bis 12 Uhr, wie in Gschlachtenbretzingen, einfach zu kurz. Doch bisher gibt es nur in der evangelischen Kita in der Haldenstraße Gruppen mit längerer Öffnungszeit (VÖ) bis 14 Uhr. Die sind aber bald voll, so dass ab Sommer 2015 nicht alle Kinder aufgenommen werden können. Hinzu kommt 2015 die beengte Situation in den Ausweichräumen des Nachbargebäudes, während der kirchliche Kindergarten saniert wird.

In der Kleingruppe des Gemeindekindergartens in Michelbach, der für neue Kinder nur Ganztagsplätze anbietet, sind noch ältere VÖ-Kinder. Neue VÖ-Kinder sollen dort aber nicht aufgenommen werden, damit diese Kleingruppe nach Gemeinderatsbeschluss mit Sommerferienbeginn 2015 wieder aufgelöst werden kann.

Der Kindergartenausschuss hat deshalb vorgeschlagen, in Gschlachtenbretzingen eine Regelgruppe (Öffnungszeiten von 8 bis 12 Uhr und von 14 bis 16 Uhr) in eine VÖ-Gruppe umzuwandeln. Damit würde die Gemeinde allerdings von ihrem im Gemeinderat beschlossenen Konzept abweichen, in jedem der drei Kindergärten nur jeweils eine Betreuungsform anzubieten.

Gemeinde müsste mehr Mitarbeiter einstellen

Den Kindergarten Gschlachtenbretzingen besuchen aktuell 24 Kinder in zwei Regelgruppen. Wenn eine Regelgruppe zur VÖ-Gruppe wird, muss die Gemeinde eine Mitarbeiterin mehr einstellen. Ihr Kind auf der Fahrt zur Arbeitsstelle nach Hall in den Gschlachtenbretzinger Kindergarten zu bringen, sei auch für Michelbacher Eltern zumutbar, meinte Bürgermeister Werner Dörr. Die neue VÖ-Gruppe bleibt voraussichtlich auf Dauer bestehen.

Laut Sitzungsvorlage zur jüngsten Gemeinderatssitzung sollte das Gremium auch über die Kindergartenbeiträge beraten. Die Verwaltung schlug vor, den Beitrag für das Mittagessen aus dem Betreuungsbeitrag herauszunehmen. Außerdem sollte geprüft werden, warum es für die Elternbeiträge bei den Regel- und VÖ-Gruppen eine Sozialstaffelung entsprechend der Kinderanzahl unter 18 Jahren gibt, aber bei der Ganztagsbetreuung und der Kleinkindgruppe für einen Beitragsnachlass zwei oder mehr Kinder in der Einrichtung betreut werden müssen. Diese beiden Punkte wurden wohl wegen der fortgeschrittenen Uhrzeit nicht mehr diskutiert.

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