Landkreis Dürre: Sakellariou fordert Ausnahmeregelung - Brief an Bonde

Wie trocken die Felder sind, lässt sich bei diesem Bild leicht erahnen. Es staubt gewaltig, als der Landwirt auf dem Feld an der Straße zwischen der Haller Kreuzäckersiedlung und dem Solpark den Boden bearbeitet.
Wie trocken die Felder sind, lässt sich bei diesem Bild leicht erahnen. Es staubt gewaltig, als der Landwirt auf dem Feld an der Straße zwischen der Haller Kreuzäckersiedlung und dem Solpark den Boden bearbeitet. © Foto: Ufuk Arslan
KOR 14.08.2015
Die anhaltende Dürre bringt der Landwirtschaft in Hohenlohe vermutlich Ertragseinbußen. Um die abzumildern, fordert Nikolaos Sakellariou, dass Futtermittel auf Greening-Flächen angebaut werden dürfen.

Der Haller SPD-Landtagsabgeordnete Nikolaos Sakellariou hat einen Brief an Landwirtschaftsminister Alexander Bonde geschrieben. "Die Dürre hat auch zu Ertragseinbußen bei den Futtermitteln geführt", heißt es in dem Schreiben. Forderungen nach finanzieller Entschädigung würden mittlerweile laut. Sakellariou weiß aber, dass die Gelder knapp sind. Jetzt bittet er den Minister zu prüfen, ob es nicht stattdessen möglich wäre, den Landwirten zu erlauben, diesen Herbst ausnahmsweise auch Futtermittel auf Greening-Flächen anzubauen. Das sind Dauergrünlandflächen wie Wiesen und Weiden, die sonst nicht beackert werden dürfen. "Das würde den Landwirten in der jetzigen Situation erheblich helfen, weil sie ansonsten im Frühjahr teures Futter zukaufen müssten", lautet sein Argument. Für Sakellariou ist der zusätzliche Futterkauf angesichts der derzeitigen Milchpreise für viele Bauern kaum vorstellbar.

Auf Greening-Flächen darf heuer ausschließlich eine Mischung gepflanzt werden, die eben nicht als Futtermittel Verwendung finden darf. Sonst würden die Voraussetzungen des Ministeriums für Zuschüsse nicht erfüllt. "Vor dem Hintergrund der aktuellen Notlage", so Sakellariou, "wäre eine schnelle Prüfung erforderlich, ob diese Ausnahme möglich wäre. Immerhin ist es in Hohenlohe der heißeste und trockenste Sommer seit 50 Jahren. Ernteeinbußen sind auf den Feldern auch für Laien sofort sichtbar", so der Abgeordnete.