Gemeinderat Untermünkheim ist dran am schnellen Internet

Untermünkheim / Oliver Färber 20.06.2018
Untermünkheim schließt sich den gemeinsamen Ausbauplänen im Landkreis Schwäbisch Hall an.

Ob – und wenn, dann wie und wann – der sogenannte Internet-Backbone des Kreises kommt, konnte der zuständige Experte Heinz Kastenholz dem Gemeinderat auch nicht sagen. Einig waren sich aber alle: Um nicht vom Anschluss an das schnelle Datennetz abgehängt zu werden, müsse man an der Sache dranbleiben. So war es am Ende kein Wunder, dass sich das Gremium dafür aus­sprach, mit den anderen Kommunen im Kreis Sy­nergien zu nutzen und gemeinsam bei einem Ausbau aufzutreten.

„Untermünkheim ist ja schon relativ gut ausgestattet“, erläuterte Kastenholz und zeigte die Versorgung auf einer Karte. Profitiert habe man an vielen Stellen davon, dass die Telekom ihr Netz ohne viel Zutun und Mittel der Kommune ertüchtigt habe. Nur in den Gewerbegebieten Kupfer und Übrigshausen ziehe die Gemeinde selbst Glasfaser bis in die Firmengebäude.

Ziel: Eigene Infrastruktur

Solche Investitionen sind es auch, die Kastenholz für wichtig hält. Man müsse auf diesem Wege eine eigene Infrastruktur schaffen. „Und fragen Sie nicht, was das kostet, denn Sie brauchen es einfach“, gab er den Räten auf den Weg. Dabei höhere Zuschüsse vom Land oder vom Bund einzustreichen, funktioniere meist auch nur, wenn man interkommunal zusammenarbeite. „Und selbst wenn Sie beschließen, aus dem Zusammenschluss an irgendeinem Punkt wieder auszusteigen, müssen Sie meist nur die erhöhten Zuschüsse, die Sie dadurch erhalten haben, wieder zurückzahlen.“

Gemeinsam aufzutreten, könne auch dazu führen, dass eigene Investitionen unnötig würden. „Ein Netzbetreiber entscheidet sich vielleicht von selbst, auszubauen, wenn er lukrative Gebiete im Paket mit für ihn sonst weniger interessanten Bereichen erschließen kann“, so Kastenholz. Durch die Zusammenarbeit müssten diese Gebiete dann nicht zwingend innerhalb der Grenzen von nur einer Kommune liegen.

Auch ein weiterer Gedanke zähle: „Wenn wir Pläne beschließen, selbst ein Netz auf- oder auszubauen, um dieses eventuell einem Konkurrenten zur Verfügung zu stellen, der uns ein besseres Angebot als Betreiber macht, könnte es auch sein, dass Unternehmen lieber selbst ausbauen, um Kunden nicht an andere Firmen zu verlieren.“

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